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Outdoor-Branche rechnet mit höheren Preisen

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Friedrichshafen – Die Outdoor-Branche sieht sich weiter auf Wachstumskurs, rechnet aber wegen der Rekord-Ölstände und der steigenden Löhne in Fernost mit höheren Preisen. „Wir müssen einen Teil der Erhöhung an die Kunden weitergeben, wenn wir nicht in der Qualität schlechter werden wollen“, sagte der Präsident des Branchenverbandes European Outdoor Group (EOG), Rolf G. Schmid, am Donnerstag zu Beginn der Fachmesse OutDoor. In Friedrichshafen am Bodensee zeigen bis Sonntag (20.7.) rund 800 Aussteller aus aller Welt die Neuheiten der Branche.

In den nächsten Monaten dürften vor allem der Ölpreis und die schnell steigenden Löhne in Fernost zu Belastungen in der Größenordnung von sieben bis zehn Prozent führen, schätzt Schmid. Öl spielt deshalb eine so große Rolle, weil die meisten Outdoor-Produkte aus Kunststofffasern hergestellt werden, die auf Öl basieren. Der Großteil der Branche produziert zudem in Asien.

Nach knapp 5,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2006 dürften die Erlöse nach Schätzungen der EOG 2007 auf 5,67 Milliarden Euro gestiegen sein. Für das laufenden Jahr gehen die Hersteller von einem Umsatz von 5,8 Milliarden Euro aus.

Die OutDoor am Bodensee hat sich nach Ansicht von Messechef Klaus Wellmann zur europäischen Leitmesse der Branche gemausert. „Und sie ist auf dem Sprung zur weltweiten Leitmesse, denn die Top 100 der Branche sind alle hier vertreten.“ Im Frühjahr hatten sich die rund 40 EOG-Mitglieder dazu entschlossen, den Vertrag mit der Messe Friedrichshafen um fünf Jahre zu verlängern und der um die Veranstaltung buhlenden Messe München einen Korb gegeben. „Die Outdoor-Branche ist der Wachstumsmotor der Sportartikelindustrie, aber wir wollen den Charakter unserer Messe beibehalten und nicht zu einer Sportartikelmesse mutieren“, betont Projektleiter Stefan Reisinger.

Auf 75 000 Quadratmetern zeigen die Aussteller den Fachbesuchern Bekleidung, Schuhe, Rucksäcke, Kletter- und Bergsteigerausrüstung, Boote und Campingartikel. Die Trends in diesem Jahr: Hightech wie Solarzellen für den Rucksack, spezielle Produkte für Frauen und Produkte aus umweltfreundlichen Stoffen wie Brennnessel oder Bambus.

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