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Passen, werfen, jonglieren

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Rrrrring! Die Schulglocke schrillt laut. Sofort füllt sich der Hof der Grundschule in Namibia mit Kindern. Die Schule liegt in Katutura bei Windhuk, der Hauptstadt des Landes. Die Jungs haben graue Hosen und hell­blaue Hemden an, die Mädchen dunkelrote Kleider. Das ist ihre Schuluniform. Draußen wartet Frank Albin auf sie. In den nächsten zwei Stunden ist er ihr Lehrer. Er bringt ihnen Basketballspielen bei.

„So einen großen Ball habe ich noch nie gesehen“, sagt ein elf Jahre altes Mädchen. Für sie und viele andere Kinder ist Basketball ein neuer Sport. In ihrem Land gibt es keine Vereine, keine Trainer und kaum Plätze zum Basketballspielen. So können nur sehr wenige Kinder den Sport ausprobieren. Frank Albin möchte das ändern. Deswegen hat der 38-Jährige aufgehört, in Deutschland als Trainer zu arbeiten und ist nach Namibia gezogen.

Katutura ist eine arme Gegend. Dort leben Menschen in Wellblechhütten. Es gibt meist nur einen Raum, in dem die Familie schläft und isst. Wer in eine Basketballgruppe aufgenommen wird, bekommt jeden Tag eine Mahlzeit - das ist für viele etwas Besonderes.

An diesem Vormittag trainiert Frank Albin mit den Schülern, wie man den Ball um den eigenen Körper jongliert. Und wie man ihn zwischen den Beinen von vorne nach hinten und andersherum aufprallen und dabei nicht aus den Händen gleiten lässt.

Am nächsten Tag fährt Albin mit dem Auto in einen anderen Ort, um mehr Kinder und Jugendliche für Basketball zu begeistern. Dort gibt es keine Turnhalle. Gespielt wird auf einer Betonfläche. Es gibt auch keine Basketballkörbe. „Also säge ich ein paar Bretter zurecht, bemale sie und schraube eine Metallstange daran“, erzählt der Deutsche. Zum Schluss werden noch die Seitenlinien aufgemalt - fertig ist das Spielfeld!

Viele Kinder haben keine Turnschuhe und müssen barfuß spielen. Scherben oder Steine können da schnell wehtun. Deswegen muss ordentlich gefegt werden, bevor es losgeht. Doch dann gibt es kein Halten mehr. Alle zielen auf den Korb.

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