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Rot Weiss Ahlen

Personeller Aderlass

Cedric Gebhardt

Ahlen. Was den Zuschauerschnitt bei Heimspielen angeht, trennen RW Ahlen 2 und den FC Gütersloh Welten. Während die Regionalliga-Reserve auf der Südenkampfbahn im bisherigen Saisonverlauf gerade einmal 5 237 Zuschauer anlocken konnte, kommt der FCG auf 12 822 Anhänger daheim. Der zweitbeste Schnitt, der nur noch von Preußen Münster (allerdings gewaltig) getoppt wird. Sportlich sollen die beiden Vereine nach Wunsch der Ahlener am Sonntag um 15 Uhr nicht so deutlich auseinander liegen. Doch personelles Ungemach steht ins Haus. Wolfgang Holtz muss auf Deniz Sahin, Oliver Glöden, Marcel Stutter, Ferdi Celik und Denis Schawlochow verzichten, die allesamt angeschlagen sind.

Was die Defensive angeht, entstehen keine großen Sorgen. Denn sollte Ole Kittner diesmal nicht zur Verfügung stehen, können Julian Schmidt und Marco Kaminski problemlos das Innenverteidiger-Duo bilden. Dass aber sowohl Ferdi Celik als auch Denis Schawlochow auszufallen drohen, könnte schon beunruhigen. Denn da auch Marcel Stutter auf Eis liegt, fehlen die Alternativen. Aus der Not eine Tugend machen, das schwebt Wolfgang Holtz vor. Ohne seine Gedankenspiele näher auszuführen, verkündet er: „Ich werde etwas ausprobieren.“

Die erste Maßnahme, um gegen Gütersloh nach zwei torlosen Nullnummern zum Erfolg zu kommen, liegt auf der Hand und sieht Holtz darin, „dass wir überhaupt erst einmal aufs Tor schießen“. Denn oft fehlt es seiner Mannschaft dahingehend an Entschlossenheit, am Zug zum Tor. Der sollte gegen den FCG entwickeln werden, von dem der RW-Trainer glaubt, er sei „zu knacken“. Holtz erwartet die Gäste offensiv und hofft, dass diese Ausrichtung seiner Elf wiedeurm zugute kommt. Er berichtet munter: „Wir spielen fleißig und lustig ohne Druck.“

Druck verspüren hingegen die Verantwortlichen des FC Gütersloh. Der Verein steht vor einer weiteren neuen Herausforderung, denn seit vergangener Woche ist offiziell bekannt, das der erste Vorsitzende, Norbert Wöstmann, nicht mehr als Vorstand und nicht mehr als Hauptsponsor zur Verfügung steht. Wobei die Möglichkeit des Trikotsponsorings durch ein Tochterunternehmen weiterhin möglich ist. Reichlich Hiobsbotschaften für die Gütersloher. Da hilft auch der gute Zuschauerzuspruch nicht weiter.

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