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Karneval im Kreis Coesfeld

Pfarrer am Marterpfahl

Dieter Klein

Nottuln - Auch der Sonntag mit dem letzten Teil der Nottulner „KG-Karnevals-Trilogie“ entwickelte sich vor einem ungewöhnlich fröhlichen Publikum zu einem Festakt der Freude und Narretei. Das lag aber nur zum Teil am Veranstalter selbst. Denn ohne eigenes Prinzenpaar, Büttenredner und Sängerchor wären der KG wieder einmal nur die prächtigen Garde-Auftritte beim „Karneval der Begegnung“ geblieben. Natürlich auch der leckere Kuchen, teils gesponsert, teils aus der Vereinskasse bezahlt.

Weil aber auch die Gäste mitspielten, wurde es wieder einmal ein unvergesslicher Nachmittag. Denn diesmal kamen sie nicht nur bunt kostümiert aus Tilbeck und den Nottulner Wohngruppen - die vielen Närrinnen und Narren. Dieses Mal brachten sie mit Prinz Ben und Prinzessin Vicky im Tross der Theatergruppe „Majokus“ sogar ihr eigenes Prinzenpaar mit auf die Bühne. Und alle im Saal - darunter auch Bürgermeister Peter Amadeus Schneider, Stellvertreterin Ursula Boldt-Hübner, Pastor Manfred Stübecke und Kaplan Christoph Klöpper - staunten, wie behutsam der Prinz mit Gefolge die charmante Prinzessin im Rollstuhl auf die Bühne trugen.

Hier schmückten das KG-Moderatorenpaar Irmi Hinkerohe und Manfred Nolte sie für den gelungenen Auftritt.

Apropos Orden: Für ihre besonderen Verdienste um den Karneval zeichnete KG-Präsident Wolfgang Müller Britta Demming und Frank Heimann mit dem seltenen Orden der „Föderation europäischer Narren“ aus.

Den größten Teil des Programms bestritten fortan die Appelhülsener Jecken. Mit Altmeister Ulli Scheipers in der Bütt, mit den „Hofsängern“ des MGV und einem Schunkelreigen bekannter Melodien, vor allem aber mit dem Auftritt der Kirchenchor-Indianerinnen. Schon spitze, was sich die Frauen hatten einfallen lassen. Speere schwingend tanzten sie um den Marterpfahl, an den sie zuvor kurzerhand Manfred Stübecke gefesselt hatten. Zum Glück gab es auch eine Friedenspfeife. Damit blieb dem Geistlichen der evangelischen Friedens-Kirchengemeinde das Schicksal erspart, seinen prächtigen schwarzen Skalp verlieren zu müssen. Tanzgarden, Musik, Schunkeln bei Kuchen und Limo - die Stimmung unter den Anwesenden war prächtig. Eine Betreuerin: „Wenn Sie wüssten, wie viele Wochen Vorfreude hinter uns liegen, gäbe es solche Begegnungen öfter. Doch noch ist kein Aschermittwoch. Freuen wir uns auf den Rosenmontag!“

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