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Lenz-Thema

Pia trifft Miriam: Nicht alles muss immer einfach sein

Natürlich hat sie schon ein Fahrrad. Und den Unterschied beim Fahrgefühl hat Pia auch schon bemerkt. „Man fühlt sich in Münster anders, wenn man Rad fährt, als nur dort zu shoppen“. Als Ort, wo sie neue Klamotten ergattert, kannte die 20-Jährige die Stadt bislang. Seit einigen Wochen ist sie mehr. Ihr Lebensmittelpunkt. Pia studiert im ersten Semester Biologie und katholische...

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Natürlich hat sie schon ein Fahrrad. Und den Unterschied beim Fahrgefühl hat Pia auch schon bemerkt. „Man fühlt sich in Münster anders, wenn man Rad fährt, als nur dort zu shoppen“. Als Ort, wo sie neue Klamotten ergattert, kannte die 20-Jährige die Stadt bislang. Seit einigen Wochen ist sie mehr. Ihr Lebensmittelpunkt.

Pia studiert im ersten Semester Biologie und katholische Religion auf Lehramt. Die O-Woche liegt hinter ihr, der Stundenplan ist erstellt, die ersten Vorlesungen und Seminare hat sie besucht. Die erste Bilanz: „Ohne Internet geht ja gar nichts.“ Information, Anmeldungen, Orientierung auf dem Campus – Pia hätte nicht gedacht, dass sich so viele Formalitäten im virtuellen Raum abspielen. Die zweite Bilanz: „Kontakte? Och, das ging eigentlich ganz einfach.“

Parallelität der Ereignisse bei Miriam: Die 24-Jährige hat den Bachelor im European Business Programme – quasi BWL auf deutsch und französisch – in der Tasche. Jetzt folgt der Master. Viele ihrer Kommilitonen sind dafür gerade erst nach Münster gekommen. Daher hat Miriam gerade eine erneute O-Woche mit Stadtrallye und Einführungskursen hinter sich.

Eine Wiederholung, die sie gern mitgenommen hat, denn „es ist echt gut, so eine Woche zu haben“. Zu den Leuten, die sie vor gut drei Jahren in den ersten Uni-Wochen kennengelernt hat, hat sie heute noch immer Kontakt. Sie verbindet eben immer noch der Start in einen neuen Lebensabschnitt.

Die erste Seminaranmeldung, das erste Mal Essen in der Mensa: Die vielen Premieren, die Pia im Moment erlebt, findet sie einfach nur „cool“. Und von großer Anspannung oder gar Panik ist bei ihr nichts zu bemerken. „Man kann doch wenig verkehrt machen“, sagt sie gelassen über die vielen Formalitäten. Und sie nickt, als Miriam erklärt, dass sie wenig anders machen würde, wenn sie noch einmal ins Studium starten würde. „Es muss ja nicht immer so sein, dass alles einfach ist“, erklärt sie. Die kleinen und großen Steine auf dem Weg zum Abschluss hätten sie Disziplin und Optimismus gelehrt.

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