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Jahresrückblick Sport

Platz zehn macht Ingrid glücklich

Uwe Peppenhorst

Das Jahr eins nach dem Gewinn der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Aachen bringt für Ingrid Klimke Höhen und Tiefen, wobei letztlich die Höhen eindeutig überwiegen. Ihren größten sportlichen Erfolg feiert sie bei den Europameisterschaften in Rom.

In der Einzelwertung belegt sie mit FRH Butts Abraxxas einen hervorragenden zehnten Platz. „Ich bin total glücklich“, kommentiert sie nach getaner Arbeit ihr Abschneiden. Und das mit Recht: Immerhin beweist der erst zehnjährige Wallach eindrucksvoll, dass er alle Voraussetzungen mitbringt, um in die Fußstapfen des fast schon legendären Sleep Late zu treten.

Den Schimmel, mit dem sie in Aachen in der siegreichen Mannschaft stand (zudem gewann sie mit ihm u.a. im Jahre 2005 EM-Bronze) hat sie wenige Wochen zuvor aus dem Sport genommen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen bleibt der 16-jährige Wallach im Gelände völlig unerwartet an Hindernis Nummer 29 stehen. Und da das nicht zum ersten Mal passiert, entschließt sich die Reiterin nach einem langen Gespräch mit dem Bundestrainer, ihr langjähriges Spitzenpferd in Rente zu schicken. „Sleep Late hat in seiner langen Karriere Großartiges geleistet. Jetzt ist es an der Zeit, ihn zu verabschieden“, sagt sie mit leiser Stimme, und man merkt, wie schwer ihr der Entschluss fällt.

Gleichzeitig kündigt sie an, in Zukunft mit ihren Nachwuchspferden Abraxxas und Seacookie anzugreifen. „Beide haben viel Talent und sind absolut Championats-tauglich“, verkündet sie. Den Beweis, dass sie mit dieser These zumindest im Fall Abraxxas absolut richtig liegt, tritt sie nur wenige Wochen später in Rom an.

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