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Cabrio-Bad Senden

Polizei nimmt Video-Spanner fest

wn

Senden - Der Video-Spanner aus dem Cabrio-Bad in Senden ist gefasst. Die Polizei konnte einen 50-jährigen Mann aus Werne ermitteln, der am Dienstagmorgen in seiner Wohnung festgenommen wurde. Der Mann hat gestanden und erklärt, dass er außer am 8. Oktober weitere zehn bis 15 Mal im Cabrio-Bad mit seiner Filmkamera unterwegs war, berichtet die Polizei. Mittlerweile ist der Mann wieder auf freiem Fuß. Die Ermittler verfolgten nach der Tat am 8. Oktober dieses Jahres, ein unbekannter Täter war gesehen worden, wie er in der Sammelumkleide Kinder filmte, mehrere Spuren. Dabei wurde nach wertvollen Zeugenhinweisen auch ein so genanntes Phantombild des mutmaßlichen Täters gefertigt. Sich daraus ergebende Hinweise sowie die Auswertung anderer Spuren führten zu dem 50-jährigen alleinstehenden Mann aus Werne, der von den Kriminalbeamten aus Coesfeld vorläufig festgenommen wurde, berichtet die Polizei. Bei seiner Vernehmung war der Mann sofort umfassend geständig. Er räumte ein, sich den später sichergestellten Camcorder etwa im Mai 2010 angeschafft zu haben und seitdem in mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen etwa 10 bis 15 Mal immer samstags im Cabrio-Bad gewesen zu sein. Hierbei setzte er auch regelmäßig den Camcorder ein, um Kinder in der Umkleidekabine aufzunehmen. Er drehte dabei bis zu acht Videosequenzen an einem Tag. Die Polizei geht davon aus, dass die Tathandlungen sexuell motiviert waren. Dass er sich für seine Taten das Cabrio-Bad aussuchte, kann eher als Zufall bezeichnet werden, der "Besuch" anderer Bäder wurde bestritten. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Münster wurde der Täter nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Der Mann hat polizeiliche Vorerkenntnisse, die Taten liegen aber bereits einige Jahre zurück. Zur Zeit wertet die Kriminalpolizei sichergestelltes Beweismaterial aus, das möglicherweise über weitere Taten, auch in anderen Bädern, Aufschluss gibt. Den 50-Jährigen erwartet eine Strafe, die im Höchstfall mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren belegt ist.

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