1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Polizei schließt Auswertung von Beweismitteln ab / 50-Jähriger aus Werne hat nur in Senden gefilmt

  6. >

Spanner: Keine Bilder im Netz verbreitet

Polizei schließt Auswertung von Beweismitteln ab / 50-Jähriger aus Werne hat nur in Senden gefilmt

Senden

Die Auswertung der Beweismittel ist abgeschlossen: Danach hat der „Cabrio“-Spanner maximal 15 Mal das Bad in Senden aufgesucht, um heimlich Videoaufnahmen in den Gruppenumkleiden zu filmen. Die Befürchtung, dass der 50-Jährige weitere Schwimmbäder mit seiner Kamera aufgesucht haben könnte, wurde durch die polizeilichen Ermittlungen nicht bestätigt.

wn

Genauso wenig fanden die Beamten Hinweise darauf, dass der Mann aus Werne seine Dateien ins Internet gestellt hat: „Eine Verbreitung der aufgenommenen Filmdaten aus Senden, beispielsweise in Online-Medien, hat nach Auswertungen der Beweisstücke nicht stattgefunden“, lautet das Fazit der Ermittlungen. Allerdings war der 50-Jährige bereits vor Jahren im Kreis Coesfeld aufgefallen – ebenfalls wegen Vorfällen, die „sexuell motiviert“ gewesen seien, hieß es.

Die Polizei hatte die Videokamera, die bereits nach der Flucht des Spanners am 8. Oktober aus dem „Cabrio“ sichergestellt worden war, sowie Speicherkarten und das Mobiltelefon des Tatverdächtigen untersucht. Einen Computer besitzt der alleinstehende Mann aus Werne nicht, so die Polizei auf Anfrage. Die Videokamera, die im „Cabrio“ zum Einsatz kam, habe er etwa im Mai 2010 angeschafft, äußerte der 50-Jährige in seinen Vernehmungen.

Auch ohne dass die Bilder in pädophile Netzwerke gestellt wurden, muss sich der Tatverdächtige wegen „Erwerb, Besitz und Verbreitung kinderpornographischer Schriften“ vor Gericht verantworten. Bis dahin bleibt der Mann aus Werne auf freiem Fuß.

Startseite