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Kurzmeldungen Rheine

Polizei verstärkt Alkoholkontrollen

wn

Rheine. Die Polizei wird in der Silvesternacht intensiv Autofahrer auf Alkohol überprüfen – und im Notfall Alkoholsünder aus dem Verkehr ziehen. Die Polizei setzt nach eigenen Angaben aber auf die Vernunft der Bürger, die ihr Auto gleich zu Hause lassen oder den Fahrer vorher eindeutig festgelegt haben. Ein Taxi sollte möglichst vorbestellt sein sowie Bus oder Bahn genutzt werden.

Diese Einsicht fehlte jedoch bei einigen Verkehrsteilnehmern, die über das lange Wochenende und die Weihnachtsfeiertage mit ihren Autos auf den Straßen des Kreises unterwegs waren.

Insgesamt 19 Mal musste die Polizei die Führerscheine einkassieren. Mit Alkohol am Lenkrad, so schätzen Fachleute, steigt das Unfallrisiko bis um das 35-fache.

Fest steht: Die Reaktionszeiten werden deutlich länger, Fehleinschätzungen von Entfernungen und Geschwindigkeiten nehmen zu; die Sehleistung sinkt, Reizbarkeit und Risikobereitschaft dagegen steigen. Was viele nicht wissen: Auch unter 0,5 Promille kann bereits die „relative Fahruntüchtigkeit“ beginnen, bei genau 0,3 Promille nämlich.

Verursacht man mit dieser Alkoholmenge im Blut einen Unfall, ist eine Bestrafung als Ordnungswidrigkeit mit Geldstrafe und einem Fahrverbot möglich. Ab 1,1 Promille beginnt die „absolute“ Fahruntüchtigkeit. Bei einem solchen Verkehrsvergehen wird der Führerschein vom Gericht eingezogen. Die sich daraus ergebenden Folgen können erheblich sein. Denn neben einer Führerscheinsperre und einer fälligen Geldstrafe, kann der Verlust der Fahrerlaubnis auch erhebliche berufliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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