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Karneval im Kreis Warendorf

Prinzenorden spiegeln 44 Jahre KG-Geschichte wider

Roland Greife

In der Steenpoate hat das langjährige Präsidiumsmitglied Paul Möllers die Ehrengaben der bisherigen Tollitäten für jedermann sichtbar ausgestellt. „Nur der Orden 2010 fehlt noch“, schmunzelt Möllers. Die flatternde Eule von Prinz Fred I. trug er beim WN-Termin um den Hals.

Der erste KG-Prinz Bernhard Poppenborg verteilte 1966 einen Orden, der wie ein überdimensionierter Groschen wirkt. Noch deutlich zu erkennen: das „K“ der Kolpingfamilie, aus der die KG hervorgegangen war. In den Folgejahren wurde mit dem Buchstaben mehr und mehr gespielt. Mal lag das „K“ auf dem Kopf, mal auf der Seite.

Wer seinen Blick über viereinhalb Jahrzehnte Prinzenorden schweifen lässt, dem fallen die unterschiedlichen Formen und Materialien ins Auge. Weil gute Kontakte zur Firma Winkhaus bestanden, gab es mehrere Jahre, in denen Orden aus Leichtmetall gestanzt wurden.

Auch in der Pottbäckerei Schäfer entstanden Orden, mal als stilisierte Jahreszahl wie die „40“ zum runden Geburtstag, mal als Bierkrug wie im Jahr 1974, in dem der damalige Prinz Werner Rumphorst Kondition für drei Galasitzungen im Kolpinghaus benötigte. Dass im Jahr drauf das Geld ein bisschen knapper war, wie Möllers schelmisch anmerkte, spiegelte sich auch am Orden wider. 1975 schrumpfte der vom Bierkrug auf ein Schnapspinnchen zusammen.

Paul Möllers - er weiß zu jedem Orden eine Geschichte zu erzählen. Was nicht verwundert, denn rund zwei Jahrzehnte hat er diese prinzlichen Geschenke entworfen. Prototypen hat er aus Holz geschnitzt, aus Wachs geformt oder auch aufgemalt. Inzwischen designt Jürgen Stork die Orden, Gerd Stemmer gießt sie. Wenn in den nächsten Jahren als Ordensmotiv Variationen der Telgter Eule benötigt werden sollten: Paul Möllers kann sie liefern. Er hat rund 1000 Eulen gesammelt.

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