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Karneval im Kreis Warendorf

Prinzentaufe: Planschen bis zur porentiefen Reinheit

Ralf Steinhorst

Ahlen - „Ich vermute, wir werden ein bisschen nass werden, aber dafür sind wir dann porentief rein“, sah Prinz Rainer I. seinen sportlichen Aufgaben der Prinzentaufe entgegen. Zuvor hatte ihn Thomas Schliewe, Abteilungsleiter Bäder bei den Stadtwerken, in leicht schlabbrigem braunem Anzug und kaum erkennbar mit Perücke, zum Beginn des Straßenkarnevals begrüßt, dessen erster Akt die Prinzentaufe ist.

Die Zeremonienmeister Christiane Krieg, Sonja Dul und Julia Uthoff vom Team des Freizeitbads hatten sich für den Prinzen einige Nettigkeiten ausgedacht, die ihm zum Ende schon etwas den Atem raubten. Unterstützt wurden die drei jungen Damen von ihrer Wassergymnastikgruppe, die sich das Schwimmbecken mit Prinz und Adjutanten teilten. Das Kinderprinzenpaar Chris I. und Jana I. verfolgte mit Prinzengarde, Happy Trumpets und sonstigem Gefolge das nasse Treiben vom Beckenrand aus.

Das Warm-up war für Prinz Rainer I. noch relativ geruhsam, zu den Klängen von „Heut ist so ein schöner Tag“ musste er rhythmisch Wassergymnastik betreiben. Dem Nass wieder entflohen, hatte der Stadtprinz am Glücksrad seine nächste Aufgabe auszudrehen. Auf einem Surfbrett musste er als Retter Veronica Strothmann vom anderen Ende des Beckenrandes abholen.

Mit der nächsten Übung kam der Stadtprinz ganz schön ins Rutschen. Rauf auf die Rutsche, Ball in die Hand und beim Abgleiten den Ball in die gegenüberliegende Torwand mit fünf Löchern werfen - die drei Versuche misslangen. Für das Zielwassertrinken bleibt ja die nächsten Tage noch reichlich Zeit. . .

Als ob es draußen nicht schon glatt genug wäre, hatten die Zeremonienmeisterinnen als nächstes vorgesehen, dass Rainer I. mit Milka Quede von der Wassergymnastikgruppe einen Tanz auf dem Surfbrett hinlegen sollte. Das war dann aber doch zu glitschig, die Übung wurde an Land nachgeholt - mit Glätte mussten beide freilich auch dort klarkommen.

Dann hatte es Rainer I. erschöpft geschafft, die Zeremonienmeisterinnen und Thomas Schliewe bekamen als Lohn für das Wassersportprogramm noch den Prinzenorden um den Hals gehängt. Beim Frühstück stärkte sich der Prinz mit seinem Gefolge wieder für das harte Weiberfastnachtsprogramm. Ursula Antoni als Clown, Wilma Bensch als Tirolerin und Veronica Storkmann als Zigeunerin waren bei der abschließenden Kostümprämierung der Maßstab der Verkleidungen. Damit fiel für den erste Akt des Straßenkarnevals der Vorhang - er ging nass, aber porentief rein über die Bühne.

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