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Münsters Musikhalle

Projekt Musikhalle: Eine schwierige Einschätzung

wn

Der Bau eines Kultur- und Kongresszentrums mit Konzertsaal-Akustik war in den vergangenen 15 Jahren noch nie so greifbar wie jetzt. Die Zustimmung in der Bevölkerung zu dem Projekt, das zum größten Teil aus privaten Mitteln finanziert werden soll, ist zurzeit wegen der aktuellen Veränderungen im Nutzungskonzept nur schwer zu ermitteln.

Die Ratsentscheidung vom vergangenen Mittwoch hat wieder Akzentverschiebungen gebracht. Denn die Tatsache, dass nun ein Gebäude entstehen soll, das nicht nur für Konzerte und andere Kulturveranstaltungen, sondern den Hochschulen auch für Kongresse zur Verfügung stehen soll, konnte dezidiert noch nicht abgefragt werden.

Gefragt danach, wie notwendig die Münsteraner den Bau einer Halle für Konzerte und Kongresse halten, erreicht die Zustimmung auf einer Skala von eins (unbedingt notwendig) bis sechs (überhaupt nicht notwendig) den Durchschnittswert von 4,10. Ältere Münsteraner wünschen sie sich häufiger als jüngere. Unter den Wählern der CDU und der SPD hat das Vorhaben die größte Zustimmung.

Die entschiedensten Ablehner finden sich unter den FDP-Wählern. Jeweils knapp 30 Prozent der Befragten halten eine Musikhalle in einer Stadt mit überregionaler Bedeutung wie Münster eher für notwendig, ebenfalls 30 Prozent sind hier unentschieden. 41 Prozent sagen, trotz überregionaler Bedeutung sei das Projekt nicht notwendig.

Abzuwarten bleibt, wie die sich abzeichnende Erweiterung des Nutzungs- und Aufgabenspektrums der Halle, wie es zum Beispiel die SPD vorschlägt, die Stimmungslage in der Bevölkerung beeinflussen wird.

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