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Eine gute Nachricht für Gründer

Kreis Borken/Steinfurt. Eine gute Nachricht für Gründer: „Das kürzlich vom Bundestag beschlossene neue GmbH-Recht gibt Gründern und Investoren den nötigen rechtlichen Rahmen, um ihre unternehmerischen Ideen schnell und unkompliziert in die Tat umzusetzen“, berichtete die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer. Gerade das Münsterland mit seiner mittelständischen Unternehmensstruktur werde davon profitieren. Die bewährte und erfolgreiche Unternehmensform werde fit für den internationalen Wettbewerb gemacht: „Bestehende Nachteile werden ausgeglichen, die Vorteile bleiben. Es wird einen besseren Schutz der Gläubiger in Fällen der Krise und der Insolvenz geben. Die GmbH wird – wieder - eine moderne, schlanke Rechtsform für den Mittelstand“, erläuterte die Finanzpolitikerin weiter. Die Gründung und das normale Leben einer GmbH werden erleichtert. Zugleich werden Missbräuche in der Krise und Insolvenz bekämpft. Vorgesehen sei nun ein Musterprotokoll für unkomplizierte GmbH-Standardgründungen. Werde es verwendet, müsse der Gesellschaftsvertrag zwar notariell beurkundet werden – bei niedrigem Stammkapital aber zu sehr geringen Gebühren. Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) als neue GmbH-Variante, die ohne Mindeststammkapital auskomme, beschleunige Gründungen zusätzlich. Da diese GmbH-Variante allen kleineren Existenzgründern eine flexible und billige Möglichkeit eröffne, könne das Mindestkapital der klassischen GmbH wie gewohnt bei 25.000 Euro bleiben. Der Mittelstand könne also beruhigt sein, Ruf und Ansehen „seiner“ GmbH werden nicht angetastet. Ferner seien im Gesetzgebungsverfahren noch einige Änderungen zur Verbesserung der Sanierungsfähigkeit der GmbH in der Krise eingeführt worden. Hier setze das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) den Kurs fort, die Fortführung und Sanierung von Unternehmen im Insolvenzfall zu erleichtern. Wenn das MoMiG wie geplant Oktober/November 2008 in Kraft trete, werde es die umfassendste Reform seit Bestehen des GmbH-Gesetzes sein.

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