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Radsportereignis der Extraklasse

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Ahlen. Die Radsport-Weltelite zu Gast in Ahlen: Bereits zum fünften Mal wird sich am Freitag die internationale Radsportelite der Juniorenfahrer in Ahlen versammeln, wenn um 18 Uhr auf dem Westfalendamm der Startschuss zur internationalen Sparkassen-Münsterland-Tour fällt. Die Vier-Etappenfahrt mit Rennen in Ahlen, Beckum, Coesfeld und Ibbenbüren hat sich dank immensem organisatorischen Aufwand und Unterstützung durch zahlreiche Helfer aus Vereinen, Freiwilligen sowie dem Stadtmarketing der einzelnen Etappenorte, zu einer Rundfahrt für Junioren auf höchstem Niveau entwickelt. „Die Münsterland-Tour ist ein führendes Radsportereignis im Münsterland und eine organisatorische Leistung auf international höchstem Niveau“, berichtet Dr. Peter Lucke, Chef der Ahlener Sparkasse, welche die internationale Rundfahrt schon seit mehreren Jahren umfassend unterstützt.

Nur zwei Wochen nach den Juniorenweltmeisterschaften im mexikanischen Aguascalientes, wird es dabei für zahlreiche WM-Starter ein erstes Wiedersehen mit der internationalen Konkurrenz geben. Denn am Start der 310 Kilometer langen Rundfahrt stehen neben dem neuen Vizeweltmeister im Zeitfahren, John Degenkolb, der für den Thüringischen Landesverband fährt, gleich fünf Nationalteams. Mit dabei sind die Landesauswahlen Deutschland, Belgien, Luxemburg, Polen und Serbien, sowie sieben weitere internationale Radsportmannschaften, unter anderem aus den Niederlanden und Dänemark. Ergänzt wird die dreitägige Rundfahrt des Weltradsportverbandes (UCI), die in diesem Sommer zugleich die Finalveranstaltung der „Internationalen Deutschen Meisterschaft“ bildet, durch zwei regionale Mannschaften aus NRW. Sowohl das Bochumer Team Sparkasse, als auch die Renngemeinschaft des Pott’s-Leeze-Junior-Teams aus Ahlen und Beckum werden dabei versuchen, sich vor heimischer Kulisse dem Publikum zu präsentieren. Dass die Mannschaften von Willi Bok (Sparkasse) und Kirsten Beßmann-Werke (Pott’s-Leeze) nicht um den Sieg der Rundfahrt werden mitfahren können, ist ihnen klar. „Wir möchten dennoch ein paar Akzente setzen und uns vor allem dem heimischen Publikum in Ahlen und Beckum zeigen“, zeigt sich Beßmann-Wernke vom Können ihrer Mannschaft überzeugt.

Im Rahmen der aktuellen Dopingdiskussion bekennen sich die Radsportinitiative Münsterland (RIM), welche neben der Juniorenrundfahrt auch den Münsterland-Giro am 3. Oktober ausrichtet, sowie die lokalen Sparkassen, ganz klar zum Juniorenradsport. „Es ist ganz wichtig, den jungen Nachwuchssportlern, die auch das neue Denken des Radsports prägen werden, eine ehrliche Chance zu geben. Daher werden wir auch in Zukunft den Radsport unterstützen“, so Lucke. Um die Glaubwürdigkeit und Transparenz des Sport wiederherzustellen, sind allerdings auch die jungen Fahrer gefordert, ihren entsprechenden Beitrag zu leisten. Wie in den Jahren zuvor, wird es daher während der Rundfahrt auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Dopingkontrollen geben, wie sie im Radsport unter den Bedingungen der UCI üblich sind. „Zusätzlich werden wir im Rahmen der Münsterland-Tour als erstes deutsches Juniorenrennen das neue Chaperon-System der Welt-Anti-Doping-Agentur in Kooperation mit dem Weltradsportverband einführen. Dieses sieht vor, dass die zur Doping-Kontrolle ausgewählten Fahrer unmittelbar nach Rennende von einem offiziellen Begleiter der Rundfahrt zur Doping-Kontrolle geführt werden, um Zuschauern wie Athleten maximale Transparenz zu garantieren“, so Stefan Schwenke, Pressesprecher der Radsportinitiative Münsterland.

Auf Einschränkungen im Straßenverkehr müssen sich die Anwohner des Westfalendammes ab 15.30 Uhr einstellen. Die weiteren Straßen des 4,4 Kilometer langen Rundkurses, der insgesamt 19 Mal absolviert werden wird, werden ab 16 Uhr gesperrt. Die Hammer-Straße wird in einem Teilstück halbseitig gesperrt werden.

Abgerundet wird das Rennen, mit Start am Westfalendamm, Höhe Städtisches Gymnasium, mit einem umfangreichen Rahmenprogramm, welches ein Stadtbus-Wettziehen, ein Model-Casting bei Tralla-City sowie ein Musik- und Tanzprogramm mit der Ahlener Band „Cartoon“ mit einbezieht.

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