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Rot Weiss Ahlen

Rapolder lobt Wück und bittet um Verständnis

Franz Prinz

Ahlen. Stefan Grädler trug die Niederlage mit Fassung. Für den Manager von Rot-Weiß Ahlen war der 4:1 Erfolg von TuS Koblenz „allerdings auch hoch verdient“. Die Koblenzer, so Grädler in seinem Resümee, seien elanvoller gewesen „und hatten sich auch taktisch gut auf uns eingestellt, das muss man neidlos anerkennen“. Allerdings könne auch niemand erwarten, dass die Ahlener jetzt Spieltag für Spieltag Topleistungen ablieferten und immer drei Punkte holten. „Es war klar, dass es auch mal wieder so ein Spiel geben wird“, so Grädler.

Christian Wück schlug in die gleiche Kerbe. „Das war heute keine Leidenschaft, da war kein Kampf, kein Aufbäumen. Wir haben einfach alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann.“ Er werde die Partie analysieren, „um dann der Mannschaft aufzuzeigen, was schief gelaufen ist“.

Anfangen wird Ahlens Cheftrainer hier sicherlich in der Defensive. Da war am Freitag nicht die Verbissenheit, mit der Zweikämpfe bestritten werden müssen. Da fehlte auch das kluge Zusammenspiel, um die Vorstöße von Krontiris, Cha und Vata zu verhindern. Selbst Spieler wie Ronald Maul und Marcel Busch ließen sich anstecken, lediglich Jens Döring war zumindest meistens noch auf der Höhe. Entscheidend für Ahlens Schwächen war an diesem Tag sicherlich auch, dass die drei „Sechser“ nicht ihren besten Tag hatten. Michael Wiemann agierte zu unruhig, Jens Bäumer merkt man noch die lange Spielpause an, was insbesondere aber auch für Grover Gibson galt, der völlig neben sich stand. Weil Gästecoach Uwe Rapolder die Ahlener sehr gut studiert hatte, kam Lars Toborg nicht wie gewohnt ins Spiel, denn der Pass auf Ahlens Sturmspitze wurde von den Platzherren gut unterbunden. Weil auch noch Kevin Großkreutz und Marco Reus nicht gut arbeiteten, entfachte Ahlens Sturm nur ein laues Lüftchen. „Wir müssen ja schon unsere Hausaufgaben machen“, zwinkerte Uwe Rapolder, als er auf seine Taktik angesprochen wurde. Anschließend aber gab es viel Lob für seinen Kollegen. „Was Christian in Ahlen bislang geschafft hat, verdient allerhöchsten Respekt und die Ahlener können stolz auf diese Mannschaft sein.“ Weil er immer noch mit den Rot-Weißen verbunden sei wünsche er ihnen auch „alles Gute und noch viele Punkte“. Am Freitag allerdings seien die drei Zähler für seine Elf wichtiger gewesen. „Da bitte ich einfach um Verständnis.“

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