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Anschlag in Afghanistan

Reaktionen auf den Anschlag in Afghanistan

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Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bestürzt über den Anschlag auf die Bundeswehr im nordafghanischen Kundus geäußert, bei dem drei deutsche Soldaten und sechs afghanische Zivilisten getötet wurden.

„Mit tiefer Betroffenheit habe ich von dem hinterhältigen Anschlag erfahren“, hieß es am Samstag in einer in Berlin verbreiteten Erklärung von Merkel. „Dieser perfide Mord erfüllt uns alle mit Abscheu und Entsetzen.“ Ziel der Attentäter sei es, die Erfolge des Aufbauprozesses in Afghanistan zu zerstören. Die internationale Gemeinschaft sei aber fest entschlossen, den Menschen beim Aufbau einer guten Zukunft ihres Landes weiter zu helfen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat entsetzt auf den Anschlag auf Bundeswehrsoldaten im nordafghanischen Kundus reagiert und zugleich für die weitere Unterstützung Deutschland in dem Land geworben. „Mit ihrer grausamen Tat zielen die Attentäter auf die Zerstörung der seit 2001 von afghanischer Hand mühsam errungenen Ordnung des Landes. Ohne diese Grundlage würde Afghanistan erneut in Bürgerkrieg und Gewalt versinken“, erklärte Steinmeier am Samstag in Berlin.

Der Auftrag der Bundeswehr im Norden des Landes sei ein zentraler Beitrag zur Stabilisierung Afghanistans. Die Unterstützung ziele darauf, die Afghanen selbst in die Lage zu versetzen, für ihre Sicherheit zu sorgen. „Das ist es, was die Feinde des Aufbauprozesses in Afghanistan fürchten. Das ist es, was sie mit Gewalt bekämpfen.“ Der Außenminister sagte weiter: „In diesem schweren Moment sind unsere Gedanken bei den Hinterbliebenen der Opfer. Den Verletzten wünschen wir rasche und vollständige Genesung.“

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