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Gegen die Sorgen von morgen

Regionale 2016 sucht Antworten auf entscheidende Zukunftsfragen

Elmar Ries

Velen - Zukunftsland - das klingt nach Science Fiction oder nach Verheißung. Eher als eine Art Labor will es die Regionale 2016 sehen. Schon heute Antworten suchen auf die drängenden Fragen von morgen. Das hat weniger mit Hellsehen zu tun als damit, sich früh- und da­mit rechtzeitig erwartbaren Herausforderungen zu stellen.

Zukunftsland - das Wort trägt die Regionale 2016 im Titel. Im Westen des Münsterlandes und auch ein bisschen darüber hinaus möchte sie Zukunft sichern helfen.

Vor ein paar Tagen ist die zweite Ideen-Runde zu Ende gegangen. Vereine, Verbände, Städte, Gemeinden, kurzum: Herr und Frau Jedermann, die organisiert und engagiert sind, dabei zu helfen, ihren Ort und dessen näheres und weiteres Drumherum fit zu machen, sind aufgerufen, Projekte vorzuschlagen. „34 Ideen sind es bisher“, sagt Uta Schneider, die Geschäftsführerin. Und auch wenn sich die Puzzleteile noch nicht zu einem konturierten Bild zusammenfügen lassen, „Schwerpunkte sind bereits zu erkennen“.

Anders wohnen und arbeiten im Kulturquartier, oder: das weite Feld der Energiegewinnung künstlerisch beackern, oder: darüber nachdenken, nachwachsende Rohstoffe im öffentlichen Raum gedeihen zu lassen, oder: ei­nem Dorf, in dem es nicht mal mehr einen Dorfladen gibt, zu neuen Perspektiven zu verhelfen, oder: nicht nur über die Demografie-Falle re­den, sondern das Mitein­an­der von Jung und Alt einfach mal ausprobieren. Um Fragen wie diese geht es, wenn Uta Schneider von der Regionale spricht.

Drei Akzente haben sich in den ersten Ideen-Runden herausgeschält. Abstrakt noch, gleichwohl schon sehr interessant. So soll es darum gehen, den Flächenwandel zu gestalten, das jeweils ei­gene Profil zu stärken und sich dem Demografie-Problem zu stellen. Wichtig dabei: „der Netzwerkgedanke“. Das Münsterland sei unglaublich gut vernetzt, sagt die 52-Jährige. Be­stehende Geflechte verknüpfen, neue Knoten schaffen, Werben für mehr gemeinsame statt einsame Entscheidungen, darin sieht sie eine ihrer wich­tigen Aufgaben.

Fünf Jahre, bevor es richtig losgeht, ist die Regional schon erstaunlich konkret, die ersten großen Linien ins Zukunftsland sind gezogen, eine erste Projektidee scheint sich bereits zu konkretisieren: Auch die Regionale wird sich dem Thema Fachkräftesicherung nähern. Von allen Seiten und von Grund auf. Am Ende stehen könnte eine regelmäßige Fachkonferenz. „Münsterland e.V. soll hier die Moderation übernehmen“, sagt Schneider.

Vorher aber müssen fundierte Datensätze her. Stärken, Schwächen, Angebot, Nachfrage, nach Berufssparten sortiert. Auch das wird gerade extern in Angriff genommen. Da ist er, der Netzwerk-Gedanke.

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