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Rekord-Ausbeute für die ASG

Anders Kunst

Ahlen / Beckum. Keine weite Anreise hatten die Schwimmer der Ahlener SG zu den diesjährigen Meisterschaften des Bezirkes Ostwestfalen-Lippe (OWL) in Beckum, die vergangenes Wochenende und damit ungewöhnlich spät stattfanden. Die Ahlener Aktiven, die in Beckum somit den letzten Wettkampf der ablaufenden Saison bestritten, waren bestens motiviert und schwimmerisch exzellent vorbereitet. Schon früh zeichnete sich ab, dass sich diese OWL-Meisterschaften von denen der vergangenen Jahre abheben sollten. Bereits nach zwei Wettkämpfen, den 200 Meter Freistil weiblich und männlich, hatten die Athleten bei sieben Starts fünf Medaillen auf dem Konto. Bis zum Ende hin stachelten sich die Schwimmer so an, dass als Resultat ein Rekord zu verzeichnen war: Mit neun Goldmedaillen, sechs zweiten Plätzen und wiederum neun dritten Rängen hatten die Nachwuchsschwimmer das beste Ergebnis der ASG auf OWL-Meisterschaften seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1995 erreicht. Stand im Jahre 1998 der Rekord noch bei elf Medaillen, wurde bereits drei Jahre später die Bestmarke getoppt und mit 21 Medaillen fast verdoppelt. Bis zum vergangenen Wochenende wurde dieser Wert nie wieder erreicht. Diesmal standen dann 24 Plaketten zu Buche – ein Wert für die Geschichtsbücher.

Zu diesem Ergebnis hatten acht der 18 Aktiven beigetragen – fünf davon in besonderem Maße.

Den Medaillenregen löste im ersten Wettkampf Anna Dortmann (Jg. 97) über 200 Meter Freistil aus. Es war ihr überhaupt erster Start bei OWL-Meisterschaften. Sie schlug nach 2:46,48 Min. als Dritte an – satte neun Sekunden Bestzeit für die (noch) Zehnjährige. Einen unglücklichen vierten Platz errang sie über 100 Meter Rücken.

Für gut ein Fünftel der Ahlener Medaillen sorgte Routinier Sven Mielczarek (Jg. 90). War er noch vor einer Woche auf den Deutschen Meisterschaften gestartet, scheute er sich nicht, auch in Beckum sein Können zu zeigen. Er gewann einmal über 50 Meter Schmetterling in der offenen Klasse und schwamm in 0:26,68 Min. genau die gleiche Zeit wie eine Woche zuvor in Berlin. Über 200 Meter Schmetterling und 100 Meter Freistil sorgte er für zwei zweite Plätze, über 100 Meter Schmetterling und 200 Meter Freistil nahm er die Bronzemedaille in Empfang. Ebenfalls zu fünf Medaillen schwamm der sechs Jahre jüngere Pascal Grewer (Jg. 96). Er dominierte seinen Jahrgang zumeist nach Belieben und errang gleich vier OWL-Titel: Über 100 Meter Schmetterling, 100 Meter und 200 Meter Freistil sowie 200 Meter Lagen war er nicht zu schlagen. Mit neuer Bestzeit platzierte sich Grewer über seine Nebenstrecke 100 Meter Brust auf Platz drei. Viermal erfolgreich war Jonas Leifeld, der dem gleichen Jahrgang angehört wie Grewer. Er siegte mit vier Sekunden Bestzeit (3:25,20 Min.) über 200 Meter Schmetterling und zeigte so seine Ausdauerstärke. Den Doppelsieg im Jahrgang 1996 komplettierte er durch zwei weitere Bestzeiten über 100 Meter Schmetterling und 200 Meter Freistil. Über 100 Meter Freistil musste er nur zwei Gegner vorbeilassen und schlug als Dritter an. Weitere sieben Medaillen erkämpften Martin Okrasa und Nils Schewe (beide Jg. 97). Okrasa, der im Dezember schon einmal auf OWL-Kurzbahn-Meisterschaften gestartet war, wurde zweimaliger OWL-Meister über 100 Meter Schmetterling und 100 Meter Rücken. Vier Sekunden schneller als je zuvor (2:53,87 Min.) beendete er sein Rennen über 200 Meter Freistil als Dritter. Nils Schewe startete bei seinen ersten OWL-Meisterschaften gleich fünfmal und platzierte sich bei vier Starts in den Top drei. Der vielseitige Nachwuchsschwimmer siegte über 100 Meter Brust, musste sich über 100 Meter Schmetterling und 200 Meter Brust nur einem Gegner geschlagen geben und erschwamm sich über 200 Meter Rücken die Bronzemedaille. Zwei weitere dritte Plätze erkämpften Daniel Bartuli (Jg. 95) über 100 Meter Freistil und Anja Perdun (Jg. 96) über 200 Meter Schmetterling. Für Bartuli war es die erste Medaille auf OWL-Meisterschaften.

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