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Retourkutsche angedacht

Cedric Gebhardt

Ahlen - Es wäre eine maßlose Übertreibung zu sagen, der Stachel säße noch immer tief nach dieser unverdienten 1:2-Niederlage vom zweiten Spieltag in der Hinrunde. Es handelt sich wohl eher um einen kleinen Splitter, der die Fußballer von Vorwärts Ahlen noch immer so ein bisschen piesackt, wenn sie an die 90 Minuten gegen Aramäer Ahlen zurückdenken. „Das Ergebnis hätte damals zweistellig ausgehen können. Statt dessen wurden wir wochenlang aufgrund unserer Dusseligkeit verhöhnt“, erinnert sich DJK-Trainer Jörg Böhle. Deshalb hat sich Vorwärts für Donnerstagabend ab 19.30 Uhr auf dem Lindensportplatz Revanche geschworen.

Die Chancen stehen gut, dass es klappt mit der Retourkutsche. Zwar haben die Gastgeber am vergangenen Wochenende beim 1:3 in Oelde nicht gerade berauschend gespielt, doch ist gerade dieser Umstand ein Grund mehr gegen den Stadtrivalen Wiedergutmachung zu betreiben. Zudem gehen die Gäste geschwächt in die Begegnung. Die Mannschaft, die das Hinspiel gewann, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Auch gegen Vorwärts muss Pietro Nieddu wieder auf Verstärkung aus der zweiten Garde zurückgreifen.

„Ich muss mir erst einmal eine Mannschaft zusammenbasteln“, steht Coach Nieddu vor einem Berg von Fragezeichen. Immerhin dürfte im Derby die Motivation seiner häufig seltsam uninspirierten Truppe stimmen. Allen Anzeichen zum Trotz warnt Jörg Böhle davor, den angeschlagenen Kontrahenten zu unterschätzen. „Wenn die Aramäer sich zusammenreißen, sind sie gar nicht so schlecht. Es wäre der größte Fehler, dieses Ding auf die leichte Schulter zu nehmen“, bekräftigt Böhle. Eine abermalige Pleite gegen die Aramäer wäre tatsächlich vielmehr als nur ein kleiner Splitter.

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