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Rettung für Emma

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In der freien Natur wäre Emma chancenlos gewesen. Das Robbenbaby war eine Frühgeburt und von der Mutter verlassen. Rolf Blädel entdeckte das einsame und hungrige Tier auf der Helgoländer Düne. Einen Tag lang beobachtete er Emma. Dann wusste er: Die Kegelrobbe war eine Waise. Ohne menschliche Hilfe würde sie sterben.

Rolf Blädel startete eine Hilfsaktion. Emma wurde von der Insel geholt und aufs Festland gebracht. Tierarzt Jörg Driver untersuchte das Tier. Sie war gesund, wog aber nur acht Kilogramm – normal wären zehn bis 15 Kilogramm.

In der Seehundstation Friedrichskoog wird das Robbenbaby seitdem aufgepäppelt. Dort arbeiten Tierschützer. „Wie bei Seehundheulern gibt es erst Aufzuchtmilch, später Fischbrei und am Ende ganze Fische“, erklärt Stationsleiterin Tanja Rosenberger.

Kegelrobben werden mitten im Winter geboren. Obwohl die Babys sofort nach der Geburt schwimmen können, halten sie sich zunächst überwiegend an Land auf. Dabei liegen die Jungen mit dem weißen Fell meist allein am Strand. Ihre Mütter kommen alle sechs Stunden, um den Nachwuchs zu füttern. Später gehen die Kegelrobben selbst auf Fischfang. So weit ist Emma noch nicht. Aber nach fünf Wochen Pflege hat sie ihr Gewicht fast verdoppelt. Rund 14 Kilogramm bringt sie auf die Waage. Besucher der Seehundstation können Emma auch anschauen. (dpa)|www.seehundstation-friedrichskoog.de

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