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Rheine: Seniorin bei Unfall an Bahnübergang getötet

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Rheine - Am Bahnübergang Siedlerstraße an der Osnabrücker Straße ist am Donnerstagmittag um 12.59 Uhr eine 75-jährige Frau aus Rheine tödlich verunglückt. Wie ein Polizeisprecher erklärte, wollte die Frau von der Cheruskerstraße aus mit einem Rollator den Bahnübergang überqueren.

Eine aus südöstlicher Richtung stadteinwärts fahrende Lok der Regionalverkehr Münsterland (RVM) erfasste die Frau und schleifte sie mehrere Meter bis in die Mitte der Kreuzung mit. Der Rettungsarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen hatte die Ampelanlage zur Unfallzeit für alle Richtungen Rotlicht angezeigt. Zusätzlich gab der 22 Jahre alte Lokführer bei der Annäherung an den Übergang akustische Warnsignale, die von den Zeugen vernommen wurden.

Polizeikräfte sperrten die Kreuzung mit mehreren Einsatzwagen in beiden Richtungen ab und leiteten den Verkehr um. Der Rettungshubschrauber war angefordert worden, kam jedoch nicht mehr zum Einsatz. Der Lokführer wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht.

Auf der Strecke der RVM – früher Tecklenburger Nordbahn – gab es im Stadtgebiet von Rheine bereits mehrfach tödliche Unfälle. Zuletzt kam im Mai 2003 ein junges Mädchen am Bahnübergang Memeler Straße zu Tode.

Wie ein Polizeisprecher erläuterte, war der Bahnübergang ordnungsgemäß gesichert. Dies ist auch der Kenntnisstand im Rheiner Rathaus. Die sicherheitstechnischen Anlagen seien noch im Dezember von der RVM gewartet worden, sagte Michaela Hövelmann vom Stadtpresseamt Rheine. „Wir bedauern sehr, dass es zu diesem tödlichen Unfallgekommen ist. Wir hoffen, dass uns die polizeilichen Untersuchungen genaueren Aufschluss darüber geben, was genau passiert ist.“ Die RVM als Betreiberin der Strecke war am Donnerstag für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar.

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