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Riesen-Lob für Hafenfest: „Einfach perfekt“

Martin Kalitschke

Münster - Sommerhitze und Alkohol, das verträgt nicht jeder. Und so entschließen sich die Mitarbeiter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), am Samstagabend Überstunden zu machen. Könnte ja sein, dass jemand ins Wasser fällt - und gerettet werden muss. Doch es fällt niemand rein. „Dafür sind etliche freiwillig gesprungen“, berichtet Renate Bratz, Vorsitzende des Vereins MS Hafen, der das Hafenfest organisiert hat.

Markus Hübener zum Beispiel. Der aus Hamburg stammende Veranstalter der Stand­up-Paddle-Rennen wollte mal wissen, wie denn so die Wasserqualität in Münster ist. „Super“, strahlt er, nachdem er wieder an Land gekrabbelt ist. „Wenn man in die Elbe springt, stinkt man nachher. Hier stinkt man nicht.“ Dann schwärmt Hübener noch von der niedrigen Wasserkante und davon, wie nah die Wettkämpfer an den Zuschauern seien, „einfach perfekt“. Kein Wunder, dass er im nächsten Jahr mit seinen Paddlern wiederkommen will.

Ein paar Meter weiter, in den Osmo-Hallen, hat der Boxsportclub Münster seinen Ring aufgebaut, auch hier hört man nur Gutes über das Hafenfest. „Der Ring passt unheimlich gut in die Hallen, die Atmosphäre ist toll, und dann so viele Zuschauer“, strahlt Sportdirektor Ralf Ekrowski. Seine Boxer, sagt er, freuten sich immer schon Wochen vorher auf das Hafenfest. Auch das Boxkampf-Publikum ist begeistert - wann sieht man schon mal ein echtes Nummerngirl?

Kaum zu glauben, aber es gibt Hafenfest-Besucher, die gar nicht wussten, dass Hafenfest ist: „Die tollkühnen Hexen“, eine neunköpfige, rein weibliche Stammtischrunde aus Bevergern, tuckerte fünfeinhalb Stunden über den Dortmund-Ems-Kanal, um dann festzustellen, dass am Zielpunkt richtig viel los ist. „Mal schauen, wo wir unseren Rundgang starten“, sagt Margret Preckemeyer und blickt vom Deck Richtung Hafenkai. Keine Bange, dass es nachts zu laut sein könnte? „Wir schlafen im Hotel.“ Nur einer wird bis Sonntagfrüh an Bord der „Blauholm“ bleiben und gut aufpassen: der einzige Mann an Bord - der Käpt´n.

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