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Risiko-Entscheidung?

Zwei Pflichtspiele und noch kein Stürmertor. Da wollte Stefan Emmerling handeln. Er entschied sich für Marcel Reichwein und Domi Kumbela. Lars Toborg, der Stürmer, der in den letzten beiden Jahren mit insgesamt 36 Toren den Ahlener Aufschwung erst...

Franz Prinz

Ahlen - Zwei Pflichtspiele und noch kein Stürmertor. Da wollte Stefan Emmerling handeln. Er entschied sich für Marcel Reichwein und Domi Kumbela. Lars Toborg, der Stürmer, der in den letzten beiden Jahren mit insgesamt 36 Toren den Ahlener Aufschwung erst möglich gemacht hatte, blieb draußen. Ein Risiko?

Nicht für Stefan Emmerling, der Reichwein in der Vorbereitung einen Tick besser gesehen hat und ihm deshalb den Vorzug gab. Sein gutes Recht. Für Lars Toborg indes ein bitterer Moment, nach nur einem Meisterschaftsspiel und gleich beim ersten Heimauftritt draußen bleiben zu müssen. Trotz seiner Erfahrung sicherlich keine Selbstbewusstsein fördernde Maßnahme. Gerade Torjäger benötigen mehr als alle anderen Spieler die volle Rückdeckung ihres Trainer.

Meistens - das zeigen viele Beispiele im bundesdeutschen Fußball - zahlen sie es mit Toren zurück. Ahlens Cheftrainer hat allerdings in dieser Spielzeit auch die Qual der Wahl, stehen ihm doch gleich vier Stürmer zur Verfügung, von denen allerdings drei bislang den Beweis ihrer Zweitliga-Tauglichkeit noch schuldig geblieben sind. Hätten Kumbela, Reichwein oder Bröker am Sonntag getroffen, hätte Emmerling alles richtig gemacht. So aber hat er sich vielleicht ein Problem geschaffen, das vermeidbar war, sollte man doch seinem Torjäger zumindest einige Einsätze geben, bevor man sich anders entscheidet. Also doch ein Risiko? Die nächsten Spiele werden es zeigen.

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