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Guttenberg in Erklärungsnot

Risse im Sockel

wn

Geschummelt? - Oder nicht? Was bedeuten schon ein paar Fußnoten in der Doktorarbeit? Noch zehrt Karl-Theodor zu Guttenberg davon, der beliebteste Politiker Deutschlands zu sein. Ein Image-Bonus, um den ihn die Polit-Szene bis hinein ins Kanzleramt beneidet.

Doch nun steht der gute Ruf auf der Kippe. Der Sockel, auf dem der Minister steht, zeigt erste Risse. Für den schneidigen Freiherrn geht es nicht nur um die Verteidigung der wissenschaftlichen Ehre, der Redlichkeit. Die sich ausweitenden Plagiatsvorwürfe treffen insbesondere den Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg. Immer mehr steht nun dessen Glaubwürdigkeit als Bundesminister im Fokus. Denn die Anschuldigungen haben längst ein Maß erreicht, das den Eichstrich der verzeihlichen Schludrigkeit bei einer wissenschaftlichen Arbeit bedenklich zu überschreiten droht.

Guttenberg kann sich nicht verschanzen: Weder in Afghanistan noch hinter irgendwelchen Verschwörungstheorien. Er selbst hat sich in diese peinliche Situation hineinmanövriert.

Die Universität Bayreuth hat dem CSU-Politiker eine Frist gesetzt, sich zu erklären. Denn für die Uni steht ebenfalls viel auf dem Spiel: ihr guter Ruf. Sollte dem Minister der Doktorhut aberkannt werden, wird es auch für den Staatsmann Guttenberg eng.

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