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125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ahlen

Risse in der Hauswand: Bewohner evakuiert

Dolberg - Schreck für die Familie Stauff am Mittwochabend: Klaus-Peter Stauff findet plötzlich Risse an der Außenseite des Mauerwerks. „Als ich am Wochenende den Rasen gemäht habe, waren die noch nicht da“, sagt er...

Jörg Pastoor

Dolberg - Schreck für die Familie Stauff: Klaus-Peter Stauff findet plötzlich Risse an der Außenseite des Mauerwerks. „Als ich am Wochenende den Rasen gemäht habe, waren die noch nicht da“, sagt er, während die Feuerwehr unter Leitung von Thomas Wittenbrink das Haus Lambertistraße 41 räumt und mit Flatterband absperrt. Seine pflegebedürftige Schwiegermutter bringt die Wehr ins Beckumer Krankenhaus, Stauffs selbst ziehen ins Hotel. „Das gibt ein besseres Gefühl, wir konnten keinen Statiker erreichen und die Risse sehen gefährlich aus“, so Einsatzleiter Wittenbrink

Noch kurz zuvor, als Stauffs Ehefrau Angelika die Blumen im Beet vor der beschädigten Außenmauer gewässert hatte, war ihr nichts aufgefallen. „Später unten im Keller habe ich die Risse in der Decke gesehen“, sagt sie zur „AZ“. Sie lebt mit ihrem Mann und der Mutter seit etwa 30 Jahren in dem Haus. So etwas hat es hier wie im Kreise der Nachbarschaft nie gegeben. „Das Haus wurde in den 70er Jahren gebaut, wir hatten nie ein Problem“, gibt der besorgte Hausherr an.

Am frühen Donnerstagnachmittag nimmt ein Architekt mit Stauffs die Schäden auf. Doch die Ursache bleibt zunächst unklar. Der Hauseigentümer muss möglicherweise die Schadensstelle für ein weiteres Gutachten freilegen oder Bohrungen vornehmen lassen.

Was zu der spontanen Senkung geführt haben könnte, weiß auch Regina Breitenbach nicht. Die Leiterin der Bauordnungsabteilung war gleich am Morgen bei der Familie und hat Unterstützung zugesagt, auch wenn ihre Behörde nicht zuständig, der Schaden eine Sache für die private Versicherung der Stauffs ist. „Wir stellen unsere Unterlagen von der Baugenehmigung zur Verfügung“, sagt Breitenbach. Die Genehmigung stammt von 1967. Sie vermutet einen Grundbruch, über dessen Ursache sie aber nur spekulieren kann. Bergschäden seien in diesem Dorfbereich nicht bekannt, man verfüge aber über keinerlei weiter reichende geologische Unterlagen. Sie spricht von einem seltenen Fall. „So etwas kommt nicht häufig vor.“ In der Hanglage der „Vogelsiedlung“ weiter die Lambertistraße hinauf haben viele Bewohner mit bergbaubedingten Senkungsschäden zu tun gehabt. Doch das ist lange her.

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