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Film-Specials

Robert Downey Jr.: Genialer Narzisst

Exzessiver Drogenkonsum brachte ihn häufig in die Schlagzeilen, doch seine schauspielerischen Leistungen sind einfach klasse: Robert Downey Jr. (53), in New York geborener Sohn eines Underground-Filmers...

Hans Gerhold

Exzessiver Drogenkonsum brachte ihn häufig in die Schlagzeilen, doch seine schauspielerischen Leistungen sind einfach klasse: Robert Downey Jr. (53), in New York geborener Sohn eines Underground-Filmers, der den Filius mit acht Jahren mit Marihuana vertraut machte, stand mit fünf Jahren erstmals auf der Bühne und bewies in Rollen exzentrischer, sardonischer und süffisanter Narzissten sein Können.

Er legte in „Unter Null“ (1987) den Prototyp eines Yuppies hin, brachte als schwuler Bruder von Holly Hunter in „Familienfest“ (1995) den Clan in die Kippe, sorgte als Reporter des Satans in „Natural Born Killers“ (1994) vor seinem Filmtod für Sensationen und ging in „Zodiac“ als Reporter an Drogen zugrunde.

In „Wonder Boys“ (2000) ist er Michael Douglas‘ Verleger, in „Gothica“ (2003) Halle Berrys Psychiater-Kollege. In der Thrillerkomödie „Kiss Kiss Bang Bang“ (2005) hing er an einem Sarg über einer Highway-Auffahrt. Unvergessen die fabelhafte Verkörperung des Komikers und Genies Chaplin in „Chaplin“ (1992).

Downey Jr. stiehlt als Filmpartner Szenen, so in „Ally McBeal“ (dort sang er auch) und wurde 2001 fristlos aus der Serie entlassen, weil er Drogen konsumierte und Auflagen und Entzugstherapien nicht nachkam. Im Knast wurde ihm bei einer Rauferei die Nase gebrochen. Jetzt ist er clean, hat‘s überstanden, ebenso die siebenjährige Liaison mit Sarah Jessica Parker („Sex & the City“). Keine Sache für den „Iron Man“.

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