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Rocker treffen sich bei Justitia

Elmar Ries

Münster - Durchaus in Sorge ist das Landgericht in Münster mit Blick auf die Sicherheitslage bei dem am 17. Dezember beginnenden Mordprozess gegen die beiden Mitglieder der Rockerbande Bandidos. „Weil wir natürlich nicht ausschließen können, dass dann Bandidos auf Hells Angels treffen werden“, sagte der Sprecher des Gerichtes, Benedikt Vieth, gestern auf Nachfrage. Darum seien die Sicherheitsvorkehrungen heraufgefahren worden. Sichtbar sein wird davon eine intensive Personenkontrolle und die Tatsache, dass deutlich mehr Beamte von Polizei und Wachdienst im Gericht anwesend sein werden.

Noch immer nicht zur Sache erklärt haben sich derweil die beiden Beschuldigten. Wie berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft den 36 und 48 Jahre alten Männern vor, gemeinschaftlich am 23. Mai in Ibbenbüren-Laggenbeck einen 47 Jahre alten Motorradhändler erschossen zu haben. Dabei soll der 36-Jährige, der Anfang November in Wallenhorst festgenommen worden war, geschossen haben, während sein Komplize das Fluchtfahrzeug gesteuert haben soll. Beim Motiv für die Tat soll es sich um Rache handeln. Bandidos und Hells Angels liefern sich seit Jahren eine blutige Fehde.

Mit dem Mordprozess beginnt in Münster ein zweiter Prozess, der im Rockermilieu angesiedelt ist. In einem anderen Verfahren müssen sich derzeit vier Bandidos wegen Raubes und illegalen Waffenbesitzes verantworten.

Vom Sicherheitsaspekt her sei dieses Verfahren aber nicht mit dem in drei Wochen anstehenden zu vergleichen, sagte Benedikt Vieth. Stünden sich dort doch dann die bis aufs Blut verfeindeten Banden direkt gegenüber.

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