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Rot Weiss Ahlen

Rot-Weiß ärgert Schwarz-Gelb

Niklas Groß

Ahlen - 1:0 gewonnen. Vor allem aber: strukturierter gespielt als der BVB, im Verteidigungsfall cleverer und im eigenen Angriff geistreicher agiert als die Borussia. In aller Regel würden derlei Vergleiche den 1:0-Erfolg von Rot-Weiß Ahlens A-Junioren über Borussia Dortmund noch eindrucksvoller erscheinen lassen. In diesem Fall aber wurden sie der Ahlener Leistung noch nicht einmal ganz gerecht. RW hatte nicht nur viel besser gespielt als ein enttäuschender BVB, sondern - ganz unabhängig vom Gegner - eine Mannschaftsleistung geboten, mit der sich in Zukunft wohl nicht nur ein Gegner vom Kaliber Dortmunds bezwingen lassen sollte.

Hatten die ersten Minuten noch den Borussen gehört, verlegte RW das Geschehen fortan Meter für Meter in Richtung Dortmunder Tor. Als sich in Minute 36 Julius Richter mit schnellen Schritten dem Strafraum der Gäste näherte, musste der BVB erstmals Alarm auslösen. Der mitgeeilte Außenverteidiger Alexander Deiters wusste nur per Notbremse zu klären, bezahlte die Rettungstat jedoch mit dem Platzverweis. „Die Rote Karte haben wir uns erarbeitet mit unserem druckvollen Spiel“, lobte Trainer René Hecker, dessen Team in Durchgang zwei endgültig das Kommando übernahm.

Fand Schwarz-Gelb seinen Meister einmal nicht in der Ahlener Defensive, dann allenfalls bei Standards oder über Marvin Duksch. Der 18-Jährige gab mit drei Torchancen (44./75./82.) den Alleinunterhalter im Dortmunder Angriff.

Bestens flankiert von seinen Nebenmännern trumpfte in den Ahlener Reihen derweil Julius Richter groß auf. Er wirbelte über die linke Seite, als hätte der BVB diese nach Erhalt der Roten Karte nicht neu besetzt. War Richter in Minute 52 noch am Dortmunder Torwart Daniel Heuer Fernandes gescheitert, bahnte er sich nach einer Stunde Spielzeit abermals den Weg in den Strafraum und servierte dem einschussbereiten Mike Pihl die 1:0-Führung. Damit nicht genug: Rot-Weiß war dem 2:0 näher als der BVB dem Ausgleich, Simon Strathoff und der elfmeterreif gefoulte Pascal Schmidt hatten den folgerichtigen zweiten Treffer auf dem Fuß. „Ein absolut verdienter Sieg für uns“, zollte René Hecker seinen Schützlingen Respekt. „Es geht weiter aufwärts.“

RW A: Hahnemann - Kücükyagci, Lindner, Dahlhoff, Nienhaus - Richter (90. Denninghoff), Schulzki, Strathoff, Pihl (90. Wegner) - Wisnewski (61. Stiepermann), Schmidt.

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