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Rückraum trifft zu selten

Marco Steinbrenner

Nottuln. Mit gesenkten Köpfen verließen die Handballerinnen des Bezirksligisten GW Nottuln das Feld. Beim neuen Tabellenzweiten HSG Preußen/Borussia Münster unterlagen die Schützlinge von Trainer Andreas Stolz mit 15:17 (8:7) und kassierten im achten Spiel die zweite Saisonniederlage. „Sicherlich ist das Resultat kein Beinbruch, da wir immer noch auf Rang drei zu finden sind“, stellte der GWN-Coach fest. „Auf der anderen Seite wäre Münster durchaus zu besiegen gewesen.“ Nach Meinung von Stolz hätten allerdings lediglich Suha Atalan, Denise Gerding und Sonja Große-Lordemann ihre Normalform abrufen können. „Das war zu wenig, um gegen ein Spitzenteam aus der Bezirksliga bestehen zu können.“

Die Gastgeberinnen präsentierten sich als der erwartet starke Gegner. Allerdings gelang es der Stolz-Sieben nicht, die Vorgaben ihres Übungsleiters umzusetzen und die HSG-Leistungsträgerinnen in den Griff zu bekommen. Außerdem waren große Schwächen im Offensivspiel nicht zu übersehen. Von 69 Angriffen wurden lediglich 48 mit einem Torwurf abgeschlossen. Die daraus resultierenden 15 Treffer waren deutlich zu wenig. Besonders der Rückraum agierte weit unter seinen Möglichkeiten.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erarbeiten sich die Grün-Weißen bis zur 27. Minute einen 8:5-Vorsprung. Durch einige Undiszipliniertheiten sowie fehlende Konzentration schmolz die Führung bis zum Pausenpfiff noch auf 8:7 zusammen.

Nach dem Wiederanpfiff gönnte sich die Stolz-Sieben einen kollektiven Tiefschlaf und lag nach 42 Minuten mit 10:14 zurück. Im Anschluss an eine Auszeit von Andreas Stolz und einer deutlichen Ansprache kämpfte sich das GWN-Team nochmals auf 14:15 heran. Allerdings scheiterte danach Suha Atalan gleich mit zwei Siebenmetern an der HSG-Torfrau. „Die Möglichkeiten zum doppelten Punktgewinn waren da. In kämpferischer Hinsicht kann ich den Spielerinnen aber keinen Vorwurf machen.“

GWN: Gerding (4), Atalan (4), Rotermund (3), Bomba (2), Bendler (1), Potthoff (1).

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