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Interview

Rufus Beck präsentiert in Münster Shakespeares „Sommernachtstraum“

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Münster - Ein Millionenpublikum kennt Rufus Beck als die Stimme von Harry Potter in den Hörbüchern. Ein exklusiverer Kreis kann den Schauspieler am Sonntag (8. Mai) um 20 Uhr im Kleinen Haus erleben. Dort präsentiert er mit den Pianistinnen Ines und Anna Walachowski den „Sommernachtstraum“ von Shakespeare. Über diese ganz persönliche Shakespeare-Interpretation und seine anderen Projekte sprach Beck mit unserer Redakteurin Karin Völker.

Der Sommernachtstraum ist ein Stück mit vielen Rollen. Ist das als Ein-Mann-Show überhaupt zu bewältigen?

Rufus Beck: Erstens habe ich ja noch zwei Musikerinnen bei mir. Eine Lesung wird es nicht geben. Den Sommernachtstraum inszeniere ich als Stand-Up-Comedy, ich entführe mein Publikum auf sehr persönliche Weise in die Welt von Shakespeare.

Haben Sie als Bühnenschauspieler auch mal eine Rolle im Sommernachtstraum gespielt?

Beck: Ich war in einer Inszenierung des Bayerischen Staatsschauspiels „Zettel“, der Handwerker. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Aber so kann ich die anderen attraktiven Rollen auch alle selbst spielen: Puck, Oberon, die liebenden Paare. Der Sommernachtstraum ist ein herrliches Stück mit tollen Figuren.

Sie sind in den letzten Jahren durch ihre Hörbücher berühmt geworden.

Beck: Harry Potter war ein gigantischer Erfolg. Aber ich stehe auch gern als Schauspieler auf der Bühne - im Sommer bei den Nibelungenfestspielen in Worms. Da inszeniert Dieter Wedel „Jud Süß“, ich spiele die Titelrolle.

Sie haben viel für Kinder gearbeitet - nicht nur in den Hörbüchern. Sie sind auch die Stimme von Lord Farquard in „Shrek“ oder Kater Maribor in „Bibi Blocksberg“. Sind Ihnen Stoffe für Kinder besonders lieb?

Beck: Ich möchte einfach ein möglichst breites Publikum erreichen. Das geschieht, wenn man Familien anspricht, und es funktioniert am besten über die Kinder. Die Geschichten, besonders die Klassiker der Kinderliteratur, machen aber auch richtig Spaß.

Auf Ihrer Seite im Interneterscheinen als erstes Sinn-Sätze: „100 Prozent sind Minimum“, heißt einer. Geben Sie wirklich immer alles?

Beck: Das muss ich doch! Daran glaube ich. Jede Arbeit gelingt nur, wenn man sich ganz darauf konzentriert. Für mich zählt: Da, wo ich gerade bin, da will ich sein.

Gut für ihre Zuschauer in Münster...

Beck: In Münster war ich schon häufig mit Programmen zu Gast. Ich freue mich wieder darauf.

» Sonntag, 20 Uhr, Kleines Haus der Städtischen Bühnen. Es gibt noch Restkarten an der Theaterkasse, Telefonnummer 5 90 91 00.

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