1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. RW Ahlen: Ist Arie van Lent der Neue?

  6. >

Homepage Thema 5

RW Ahlen: Ist Arie van Lent der Neue?

Franz Prinz

Ahlen - Das 0:0 vor knapp 3000 Zuschauern im Spiel gegen den FSV Frankfurt war für Rot-Weiß Ahlen gestern Nachmittag einmal mehr zu wenig, weil wieder zu viele Chancen vergeben wurden. Viel interessanter war der Blick auf die Tribüne, wo Fußball-Prominenz Platz genommen hatte.

Zum einen Bochums Vorstandsmitglied Thomas Ernst, der neben Nils-Ole Book auch den Frankfurter Sascha Mölders unter die Lupe nahm, zum anderen die Fußball-Lehrer Tomas Oral, Ex- Trainer beim FSV Frankfurt und Arie van Lent, ehemaliger Profi von Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt und Werder Bremen. Und wer eins und eins zusammenzählt, kommt schnell zur Vermutung, dass nicht nur Oral, sondern insbesondere auch van Lent offenbar ein Kandidat für die frei gewordene Trainerstelle bei den Rot-Weißen ist, auch wenn die Club- Verantwortlichen in diesen Tagen keinen Namen kommentieren. Da hilft ein Blick zurück. Da saßen vor zwei Wochen beim Spiel gegen Alemannia Aachen Ahlens Manager Ronald Maul und Aachens Sportlicher Chef Erik Meijer einträchtig nebeneinander und plauderten ziemlich intensiv. Meijer ist Niederländer, Arie van Lent auch, da liegt der Verdacht nahe, dass es hier einen Tipp für Ahlens neuen Sportlichen Leiter gegeben hat, zumal der 39-jährige van Lent optimal ins Anforderungsprofil passt. So gesehen macht also sein Besuch im Wersestadion, wo er zuvor noch nie gesichtet worden ist, durchaus Sinn.

Aber auch der 37 Jahre junge Tomas Oral zählt zu jenen hungrigen Fußball-Lehrern, die was bewegen wollen, wenn sie ihre Chance bekommen. Mal abwarten, was die nächsten Tage bringen, die Rot Weißen haben ja angekündigt, den neuen sportlichen Verantwortlichen vielleicht noch in der kommenden Wochen zu verpflichten.

Weiter fortgeschritten sind dagegen schon die Gespräche mit Spielern, die man unbedingt halten möchte. Die Chancen, dass Michael Wiemann („Ich habe viele Freunde hier.“), David Blacha („Es gefällt mir in Ahlen.“) und Ole Kittner („Die Tendenz geht in Richtung Ahlen.“) bleiben, scheinen gut, Tim Gorschlüter hingegen gab sich eher bedeckt, ist dem Vernehmen nach mit Ahlens Angebot nicht zufrieden. Ihn könnte es zu RB Leipzig ziehen (die „AZ“ berichtete). Sein Kollege Nils Döring gehörte gestern noch nicht zu den Spielern, die von Präsident Heinz-Jürgen Gosda verabschiedet wurden, aber im „AZ“-Gespräch deutete Döring seinen Weggang an: „Mit mir hat keiner gesprochen, da musste ich tätig werden und ich kann hier und heute sagen, dass ich in der neuen Saison wieder in der Zweiten Liga spielen werde.“

Gestern sorgte er erneut für Stabilität in Ahlens Abwehr, hatte selbst auch eine gute Chance, zum Torerfolg zu kommen (76.), vergab aber diese Möglichkeit ebenso wie Marcel Busch (7./30.), Ole Kittner (40./62.) und Benjamin Kern ( 43.).

Startseite