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„Werden abspecken müssen“

RW Ahlen: Neuhaus kündigt Einsparmaßnahmen an / Geld für Verstärkungen fehlt

ahlen

Abends vorm Schlafengehen kann Joachim Krug auf das Lesen eines Krimis verzichten. Tagsüber hat er genug Spannung. Der Tatort: RW Ahlen. Der NRW-Ligist hält Krug auf Trab. „Spannender kann es momentan nicht sein, es ist fast schon zu viel Spannung“, gesteht der RW-Trainer, der zugleich auch als Manager fungiert und nebenbei Sponsoren an Land ziehen möchte.

Cedric Gebhardt

Soll gehen: Lukas Schuster hat bei RW Ahlen keine Perspektive mehr. Ihm sollen Angebote zweier Landesligisten vorliegen. Foto: Marc Kreisel

„Es mangelt nicht an Spielern, die für RW Ahlen spielen möchten. Der Verein hat immer noch einen guten Namen. Aber es fehlen uns die finanziellen Mittel, das macht uns einen Strich durch die Rechnung“, berichtet Krug. Alexander Thamm hat seinen Vertrag inzwischen aufgelöst. Er wird mit Wattenscheid 09 in Verbindung gebracht. „Thamms Weggang trifft uns hart, damit geht ein absoluter Führungsspieler“, gesteht Joachim Krug. Alle Überredungsversuche, doch noch zu bleiben, seien fehlgeschlagen. Nun müsse die Suche nach einem neuen Innenverteidiger forciert werden.

Auch Oliver Glöden, dem ein Angebot der Hammer Spielvereinigung vorliegen soll, möchte den Verein verlassen. Allerdings soll Glöden – im Gegensatz zu Alexander Thamm – keine Klauseln im Vertrag stehen haben, nach denen er im Winter ablösefrei wechseln kann. Sollte die HSV den Ahlener Mittelfeld-Hünen demnach verpflichten wollen, müsste sie Geld locker machen. „Wir haben nichts zu verschenken und brauchen jeden Cent“, sagt Krug, der sich über die Ablöse freuen würde. Noch mehr würde es der Coach allerdings begrüßen, wenn Glöden weiterhin zu seinem Kader zählt. „Ich erwarte ihn am Montag zum Trainingsauftakt“, sagt Krug. Einen Wechsel nahegelegt hat er indes Lukas Schuster, der an Sebastian Stroemer nicht vorbeikommt und der mit dem SSV Mühlhausen und dem VfK Weddinghofen in Kontakt stehen soll. Derweil scheinen Chamdin Said und Patrick Dutschke ihre Abwanderungsgedanken verworfen zu haben. Es gilt jedenfalls als wahrscheinlich, dass beide auch in der Rückserie weiter für Rot-Weiß auflaufen.

Welches Gesicht die Mannschaft erhält, die in der zweiten Saisonhälfte an den Start geht, und ob es überhaupt Verstärkungen gibt, hängt aber nach wie vor mit der finanziellen Rahmenbedingungen zusammen. „Es kann sein, dass wir erst Ende Januar Spieler verpflichten. Aktuell können wir uns nicht einen einzigen leisten“, stellt Joachim Krug klar.

Das eingesparte Gehalt von Alex Thamm darf er nicht in neues Personal reinvestieren, weil es an anderer Stelle gebraucht wird. „Die finanzielle Konsolidierung ist unser oberstes Gebot. Den Verein auf gesunde Füße zu stellen, hat Vorrang vor Verstärkungen. Wir brauchen noch Geld, um die Saison bis zum Ende finanzieren zu können“, sagt Vorsitzender Dirk Neuhaus. Er will zudem weitere Einsparungsmöglichkeiten ausloten. „Wir werden überall noch mal abspecken müssen“, kündigt Neuhaus weitere Sparmaßnahmen an.

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