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RW Ahlen Spielberichte 08/09

RW Ahlen unterliegt gegen den SC Freiburg mit 0:3

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Ahlen. Motivation, Einsatz und Kampfgeist stimmten am Freitagabend, vor allem die Leistung nach der Pause war aller Ehren wert. Und wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte Rot-Weiß Ahlen in der Drangphase der zweiten 45 Minuten ein Tor gegen den SC Freiburg geschossen. Das taten sie jedoch nicht, weil Gästekeeper Simon Pouplin stets auf der Höhe war. Und weil die Badener vor der Pause ihre Möglichkeiten eiskalt genutzt hatten und mit 2:0 in Führung gegangen waren, gewannen sie am Ende gegen eine Ahlener Mannschaft, die alles gab, diesmal jedoch nicht das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite hatte und sich in der Schlussphase nach einem Konter noch das 0:3 durch Idrissou einfing.

Mit einer etwas veränderter Formation – teils gezwungenermaßen, teils leistungsorientiert – wartete Christian Wück auf. Für den gesperrten Marinko Miletic wirkte Neuzugang Nils Döring erstmals als Innenverteidiger mit. Sven Schaffrath durfte erstmals auf der Position des linken Verteidigers in der Viererabwehrkette spielen, weil Ronald Maul als dritter ,,Sechser“ neben Phillip Heithölter und Jens Bäumer in die Rolle des verletzten Daniel Thioune schlüpfte. Auf der Bank Platz nehmen musste zudem Marco Reus, für den David Chitsulo von Beginn an aufliefen. Dort saß auch Nils Ole Book, der zwar fit war, aber noch geschont werden sollte.

Ob jedoch mehr spielerische Elemente den Rot-Weißen geholfen hätte, muss in Anbetracht des Freiburger Auftritts im ersten Durchgang bezweifelt werden. Mit ihrem ,,One Touch Fußball“’ zeigten sie den Platzherren in einigen Szenen schon deren Grenzen auf und kamen mit dieser Spielweise auch zum schnellen 0:1 in der 15. Minute. Zweimal kurz, einmal lang, und Manuel Lenz war geschlagen. Yacine Abdessadki, im vergangenen Jahr noch bei Racing Straßburg in der 1. Französischen Liga aktiv, vollendete sicher und bewies auch in der Folgezeit gegen den bemühten Ronald Maul seine Qualitäten. Lobenswert Ahlens Bemühen, dagegenzuhalten. Leider wurden sie sowohl in der ersten (Busch) als auch 16. Minute (Toborg) nicht belohnt. Und auch Nils Dörings Kopfball kurz vor der Pause hätte im Freiburger Tor landen können.

Dennoch: Das dezimierte, aber sehr agile Ahlener Team suchte die Flucht nach vorne und deckte hierbei überraschende Freiburger Schwächen im Defensiv-Verhalten auf. Allerdings zu wenig gegen ein Team, das eindrucksvoll seine Aufstiegsambitionen unterstrich. Schnelles Umschalten, flinke Beine, Kombinationen fast wie aus dem Lehrbuch, da waren die Ahlener zu oft nur staunende Beobachter und hatten zu viel Mühe, mitzuhalten. Nicht minder schlecht der stramme Schuss von Andreas Glockner, der mit seinem Freistoßtor in der 27. Minute schon für eine kleine Vorentscheidung sorgte.

Trotzdem: Ahlens Kampfgeist war bemerkenswert. Mit großer Vehemenz gingen die Rot-Weißen in die zweite Hälfte, schalteten durch die Einwechslung von Rene Müller, Marco Reus und später Martin Stahlberg auf totale Offensive um. Und tatsächlich: Die Gäste gerieten jetzt einige Male leicht in Verlegenheit, gefährdet war ihr Sieg aber in keiner Phase. Dafür spielten die Ahlener im Freiburger Strafraum einfach zu umständlich. Zudem provozierten Schwächen in der RW-Abwehr weitere Freiburger Möglichkeiten. Gottlob ließ die Treffsicherheit der Breisgauer mit der Dauer der Partie immer mehr nach, so dass sich Ahlens Niederlage letztlich noch in Grenzen hielt, auch wenn Idrissou kurz vor dem Ende nach einem Konter noch auf 0:3 erhöhen konnte.

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