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Rot Weiss Ahlen

RW Essen fordert Sicherheitskräfte

wn

Ahlen. Die Vorfreude auf den Regionalliga-Hit am Samstag zwischen Rot-Weiß Ahlen und dem Traditionsklub Rot-Weiß Essen ist allenthalben zu spüren.

Der Vorverkauf läuft gut, das Interesse für diese Partie ist riesengroß – auch und besonders in Essen, wo die Fans fieberhaft auf den nächsten sportlichen Schritt, den Aufstieg in die zweite Liga warten. Dementsprechend groß dürfte die Schar der rot-weißen Anhänger aus der Ruhrmetropole sein, die sich am Samstag mit Auto, Bus und Bahn auf den Weg in die Wersestadt machen.

Grund genug für die Sicherheitskräfte gut gerüstet zu sein. Spiele gegen RW Essen fordern sie alle, den Ordnungsdienst des Vereins, die Polizei und natürlich auch die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes. Aber auch die Fan- und Sicherheitsbeauftragten der Essener sind gefragt, sollen an den Sicherheitssitzungen teilnehmen, die in diesen Tagen stattfinden.

Gerade vor Spielen mit so genanntem „erhöhten Sicherheitsrisiko“ gilt es einen explizit vorgeschriebenen Maßnahmekatalog einzuhalten. „Da kennt der DFB kein pardon“, weiß Udo Stein, technischer Direktor bei RW, aus Erfahrung.

Rechtzeitig flattern den Klubs vor solchen Spielen stringente Regieanweisungen aus Frankfurt ins Haus, nach denen insbesondere mit der beteiligten Polizei zahlreiche Maßnahmen für den Spieltag empfohlen werden.

Hierunter fallen zum Beispiel die Begrenzung des Verkaufs von Eintrittskarten sowohl für den Heim- als auch Gäste-Fanblock, die strikte Trennung von Heim- und Gästefans vor dem Stadion, das Einrichten und Freihalten so genannter ,,Pufferblöcke’’ sowie die massive Verstärkung des Ordnerdienstes insbesondere an den Zu- und Ausgängen, in den sicherheitsrelevanten Zuschauerbereichen, im Innenraum vor dem Gäste-Fanblock sowie zwischen den Gäste- und Fanbereichen.

Was also viele Fans zumindest bei einigen Spielen als „völlig überzogene Sicherheitspräsenz“ kritisieren, entspricht den Vorgaben des DFB, deren Erfüllung Pflicht ist und an die jeder Verein gebunden ist, natürlich auch Rot-Weiß Ahlen. Wer sich weigert, kann sogar mit Punktabzug bestraft werden.

Die zusätzlichen Kosten für den Sicherheitsdienst hat der gastgebende Klub ebenso zu schlucken wie weitere Vorgaben des DFB. Hierzu gehören zum Beispiel Ordnerketten im Innenraum mit Blick auf die Zuschauertribünen, aber auch das Verbot, alkoholische Getränke auszuschenken, das strikte Freihalten der Rettungswege und eine Videoüberwachung der Zuschauerbereiche durch mobile Kameras.

„Das ist schon eine ganze Menge, was wir hier leisten müssen“, stöhnte Udo Stein beim letzten großen Einsatz aller Ordnungskräfte. Dies war im November, vor dem Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt. Damals ging alles gut, es gab keine Vorkommnisse. „Auch, weil die Absprachen aller Beteiligten optimal war“, lobte Udo Stein.

So soll es auch an diesem Wochenende sein, wenn die Fans aus Essen anreisen. Allerdings werden alle beteiligten Ordnungskräfte am Samstagnachmittag (Anstoß ist im Wersestadion um 14 Uhr) wohl etwas mehr ins Schwitzen geraten, denn im Gegensatz zu knapp 500 Fans aus Erfurt könnten es diesmal gut 2.000 sein, die im Wersestadion dabei sein wollen. Sehr zur Freude wiederum von RW-Finanzchef Rainer Kriwat, der sich über jeden zusätzlichen Euro in der Kasse seines Klubs freuen dürfte.

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