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RWE setzt auf Ibbenbürener Kohle - aber kein Zechenkauf

Martin Ellerich

Hamm/Ibbenbüren - RWE hat langfristig Interesse an der Ibbenbürener Anthrazit-Kohle für das hiesige RWE-Kraftwerk. Am Kauf der Zeche aber ist der Konzern erwartungsgemäß nicht interessiert.

Das machte RWE-Chef Dr. Jürgen Großmann Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung klar. "Es wäre schwer vorstellbar, dass ein Konzern wie RWE, der sich gerade bei der Ruhrkohle (RAG) als Anteilseigner verabschiedet hat, sich jetzt wieder ein Bergwerk zulegt", sagte Großmann.

Auf der anderen Seite könne man natürlich mal darüber reden "ob man langfristige Kohleabnahmeverträge über das Jahr 2018 hinaus abschließen kann – zu den Bedingungen, die sich dann abzeichnen", sagte Großmann. Aber für solche Gespräche sei es "jetzt viel zu früh, das wird stattfinden 2014/15".

RWE habe, "ein Interesse daran, das sehr gute Kohlekraftwerk Ibbenbüren so lange wie möglich zu betreiben" und „Kohle zu Marktpreisen aus dem Bergwerk möglichst lange zu kaufen, betonte Großmann. Es habe "niemand die Zeche derzeit zum Verkauf gestellt", sagte Großmann.

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hatte Großmann den Zechenkauf bei mehreren Geheimtreffen schmackhaft zu machen versucht, um den Fortbestand des Ibbenbürener Bergwerkes über das Jahr 2018 hinaus zu sichern. Nach den Beschlüssen in Bund und Land soll der subventionierte Kohleabbau bis 2018 eingestellt werden.

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