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Salut aus Rennes

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Hoffen ist das am meisten gebrauchte Wort der ersten Tour-Tage. Hoffen auf Erneuerung, hoffen auf sauberen Sport, hoffen auf Einsicht, hoffen auf die Wende, hoffen auf dies, hoffen auf das.

Die groß angelegte Kampagne vom Veranstalter ASO und dem medialen Sprachrohr des Rennens, der täglich erscheinenden Sportzeitung L´Equipe, deren Verkündigung von der runderneuerten Rundfahrt ohne Doping, wird von vielen mitgetragen. Aber gerade L´Equipe knickte nach den sonntäglichen Jubelarien über Alejandro Valverde ohne jeden Hinweis auf dessen Doping-Verdächtigungen ein wenig ein.

Der Spanier sei sicherlich mit Vorsicht zu genießen, weil er vor zwei Jahr noch in den Fuentes-Akten stand, aber im hier und jetzt sei er als dopingfrei einzustufen, gibt ihm eine Chance. So die Worte des Montags. Doping-Diskurs light ist das - aber immerhin. Doch auch Greg Lemond, der dreifache Tour-Gewinner aus den USA, spricht von einer anderen Tour. "Ich bin mir zu 99,9 Prozent sicher, dass der Radsport in eine saubere Richtung gelangen wird." Soviel Hoffnung war noch nie ...

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