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USC Münster

Sandsturm über Münster

Ulrich Schaper

Münster - Auf den kanarischen Inseln ist die Nachricht über Wüstensand aus der Sarah durchaus nicht unüblich. Wenn sich eine ähnliche Sandwolke über der münsterischen Innenstadt ausbreitet, dann dürfen sich die Bewohner des Stadtzentrums nicht wundern - es ist Beachvolleyballzeit. Die smart beach tour gastiert dieser Tage auf dem Hindenburgplatz. 16 Damen- und 16 Herrenteams kämpfen ab dem heutigen Samstag um 10 000 Preisgeld sowie wichtige Ranglistenpunkte.

Jeweils 12 Teams waren für das Hauptfeld gesetzt, weitere vier konnten sich gestern über die Qualifikation einen Turnierplatz sichern. Insbesondere im Damenfeld tummelten sich zahlreiche bekannte Gesichter. Aller Aufmerksamkeit galt zunächst dem neuen USC Traum-Duo Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün. Am Montag beim Grand Slam in Moskau verpassten sie den Sprung ins Hauptfeld und reisten sogleich in die Domstadt, um sich der hiesigen Aufgaben zu stellen. „Natürlich hatten wir gehofft zu diesem Zeitpunkt noch in Moskau dabei zu sein“, sagte Rieke Brink-Abeler. „Aber hier spielen zu dürfen ist ein schönes Trostpflaster.“ Nach einem Freilos in der ersten Runde gelang es den beiden in ihrem Auftaktmatch vor rund 100 heimischen Zuschauern gleichwohl nicht zu überzeugen. Im Spiel gegen die ehemalige USC-Angreiferin Tatjana Zautys und Kim Behrens wirkte das favorisierte Duo teilweise nervös und gehemmt. Letztlich setzten sich Brink-Abeler und Grün dennoch mit 2:0 (15:8, 15:11) Sätzen durch. „Wir haben in dem Match sicher nicht unsere beste Leistung gezeigt. Für uns ist es aber auch eine ungewohnte Situation in Deutschland Quali zu spielen. Da war schon eine gewissen Nervosität vorhanden“, sagte Brink-Abeler und Angelina Grün ergänzt: „Wir werden von allen Seiten als Favorit gehandelt. Das geht auch an uns nicht so vorüber.“

Seis drum - im zweiten Match präsentierten sich die beiden aufgeräumter und siegten gegen Kristina Schlechter und Kathrin Schumann deutlich mit 15:3 und 15:12. Heute dann greifen die beiden in der Hauptrunde an. „Das Feld ist in der Breite sehr gut besetzt. Das Halbfinale sollte aber für uns drin sein“, wagt Grün die erste Prognose.

Für Behrens und Zautys bedeutete die Niederlage den langen Gang in weitere Qualifikationsrunden. Nach zwei Siegen war für das Duo bei einer weiteren Niederlage gegen Friedrich/Halwass Endstation. „Das Spiel mit Tatjana hat super geklappt. Sie im Angriff, ich in der Verteidigung - wir haben uns super ergänzt“, sagte Behrens. „Schade, dass im letzten Spiel trotz 1:0-Satzführung nicht gereicht hat.“

Ab heute können sich die Zuschauer an Münsters Strand auch auf das zweite USC-Duo freuen: An Position sieben gesetzt, greifen Teresa Mersmann und Cinja Tillmann ins Geschehen ein. „Denen ist vor heimischer Kulisse sicher auch einiges zuzutrauen“, sagt Brink-Abeler.

Behält sie Recht, dürfte aus der Sandwolke von Freitag am Wochenende wohl ein ausgewachsener Sandsturm werden.

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