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Winterkleid

Schafschurfest auf dem Hof Lah in Schale

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Schale. Wer alte Handwerkstechniken oder etwas über die Lebensweise und Kultur der Vorfahren im ländlichen Bereich erfahren möchte, ist am Kulturlandhaus Alter Hof Lah genau richtig. Die Volkstanz- und Brauchtumsgruppe sowie die Schaler Spinngruppe hatten am Sonntag zu Schafschurfest und Spinnwettbewerb eingeladen. Viele interessierte Besucher waren gekommen und löcherten vor allem Schäfermeister Jürgen Schinke aus Lienen mit vielen Fragen. Der ließ sich beim Scheren der Moorschnucken, einiger Mischlingskreuzungen und einem Bentheimer Bock aber von so viel Wissbegierde nicht aus der Ruhe bringen. „Meistens benötige ich nur fünf Minuten, um ein Schaf zu scheren“, erklärte er seinen Zuschauern. Manchmal allerdings sei „die Wolle noch nicht reif“. Dann löse sie sich nur schwer von der Haut und es bleibt ein gelblicher Flaum zurück. Doch am Ende wurde jedes Schaf sein „Winterkleid“ los. Die Wolle der Schafe wird später gewaschen, gekratzt und aus der gereinigten Wolle werden schließlich Fäden gesponnen. Das es gar nicht so leicht ist, einen gleichmäßigen Faden zu spinnen, konnten die Besucher ebenfalls im Kulturlandhaus erleben. In der Diele schnurrten die Spinnräder im Takt und um die Wette. Aus zehn Gramm Wolle versuchte jede Spinnerin, einen möglichst langen Faden herzustellen. Die Teilnehmerinnen kamen aus Salzbergen, Wersen, Hauenhorst, Fresenburg, Füllen, Twist und Gildehaus. „Für Ungeübte ist es zuerst schwierig, die Wollfäden zum Spinnrad zu führen und gleichzeitig das Spinnrad zu treten“, erzählen die Mitglieder einer Spinngruppe des Heimatvereins aus Twist. Siegerinnen des Spinnwettbewerbes war Anneliese Wolf von der Spinngruppe des Heimatvereins Twist. Sie hatte einen 128 Meter langen Wollfaden gesponnen. Hannelore Haases Faden maß am Ende 114 Meter, der von Frieda Höötmann 112 Meter. Beide Frauen sind Mitglied der Spinngruppe Gildehaus.

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