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Schicksalhafte Wendungen binnen 80 Minuten

Julia Eilermann

Münster. Die Vorbereitungszeit ist nicht nur für die Fußballer mühsam, sondern bedeutet auch für Trainer eine kräfteraubende und sorgenvolle Phase. Die größte Schwierigkeit liegt darin, die Neuzugänge in das Mannschaftsgefüge zu integrieren und taktisch den Kameraden anzugleichen. Nicht verborgen blieb das auch den Zuschauern, die sich gestern am zweiten Tag des Tuja-Cups den 4:3 (1:2)-Sieg des Bezirksliga-Debütanten SC Sprakel über die DJK Borussia Münster ansahen.

„Wir haben viele Neuzugänge und müssen noch viel im taktischen Bereich arbeiten“, rechtfertigte SC-Spielertrainer Carsten Dütschke die schwache Leistung seiner Schützlinge in der ersten Hälfte der Partie. Tatsächlich fanden die Sprakeler erst ins Spiel, nachdem das DJK-Trainergespann durch entsprechende Auswechslungen dasselbe Schicksal ereilte. „In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt. Der Knick kam erst mit den Auswechslungen“, blieb auch Borussia-Coach Andrea Balderi dafür keine Erklärung schuldig.

Obschon die Kreisliga-Kicker frühzeitig verletzungsbedingt auf Jörg Zöller verzichten mussten (4.), stießen sie immer wieder über die linke Seite vor das gegnerische Tor vor. Erfolgreich köpfte Dominik Hartong die Vorlage von Malte Voigt nach 25 Minuten ein. Sprakel hingegen lauerte auf Konter und ließ jegliche Angriffslust und Kommunikation auf dem Feld vermissen.

Zum Ausgleichtreffer verhalf ihnen ausgerechnet DJK-Torhüter Rene Fürstenberg, der einen Rückpass zu lange zögerte und ebenso zu spät reagierte und Enock Darkwa somit zum Torerfolg einlud (31.). Nur sieben Minuten später war es erneut Hartong, der für die neuerliche Borussia-Führung und seinen zweiten Treffer sorgte.

Nach der Pause war die Zeit dann für den Bezirksliga-Aufsteiger reif. Den Ausgleich markierte zunächst Sebastian Aulenkam p(44.), ehe Darkwa (60.) sowie der eingewechselte Matthias Lewalski (75.) die Führung erzielten. Für Borussia reichte es derweil nur noch zum Anschlusstreffer, als sich Henning Bahr (80.) die Chance eines Handelfmeters nicht entgehen ließ.

Borussia: Fürstenberg – Hidding, Bahr, Preising – Thies, Brandt, Hater (41. Agten), Zöller ( 4. Gümüs/41. Duarte-Melao), Voigt – Elfahal, Hartong (41. Can).

Sprakel: Krug – Müller, Averding, Ashrafi – Darkwa, Dütschke (62. Ashtarilarki), Kaya (41. Talmann), Aulenkamp, Gehling – Feist (56. Lewalski), Hassansadeh.

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