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Schlechte Erinnerungen

Wilfried Sprenger

Münster - Viel weiter geht nicht: Gut 650 Kilometer trennten den USC Münster gestern von seinem aktuellen Bestimmungsziel im Oberallgäu. Wo andere momentan im Schnee letzte Winterfreuden genießen, schwitzt der Frauenvolleyball-Bundesligist heute in der Halle. Um 19 Uhr wird das Ligaspiel zwischen Sonthofen und den Unabhängigen angepfiffen. Direkt im Anschluss kehrt die Mannschaft ins verregnete Westfalen zurück. Reichlich Zeit verbringt sie an diesem Wochenende auf der Autobahn.

Die weite Reise soll sich lohnen, der USC strebt seinen zehnten Saisonerfolg an. Ende November, als sich die Süddeutschen und Münster zum ersten Mal in dieser Saison begegneten, waren erst zwei kümmerliche Pünktchen für den deutschen Rekordmeister notiert. Daran änderte sich an diesem tristen Herbsttag nichts. Der USC verlor die Auseinandersetzung 2:3, es war der Tiefpunkt einer rabenschwarzen Serie.

Inzwischen hat sich Münster gefangen. Mehr noch: Seit Januar bieten die Unabhängigen selbst Spitzenteams erfolgreich die Stirn. Das hat auch in der Tabelle Niederschlag gefunden. Als Achter steht der USC so gut da wie sehr lange nicht mehr. Vielleicht gehr sogar noch mehr. Schließlich ist der Siebte, Aufsteiger Stuttgart, in acht Tagen nächster Heimgegner am Berg Fidel, nur zwei Zähler voraus.

Doch der Reihe nach. Zunächst gilt die ganze Konzentration dem Duell mit dem Rang-Elften Sonthofen. Es wird ein schwieriges Spiel für die Münsteranerinnen, wie so oft in dieser Spielzeit ist die personelle Not groß. Das aktuelle Bulletin: Neben den Langzeitverletzten Andrea Berg und Claudia Bimberg sowie Anika Brinkmann (krank geschrieben) wird vermutlich auch Lea Hildebrand (Bänderdehnung) passen müssen. Zu allem Überfluss plagt sich Johanna Barg seit einigen Tagen mit Knieproblemen. Was Trainer Axel Büring die Aufstellung sehr einfach macht: Alle, die gesund sind, werden wohl spielen.

Nach klasse Vorstellungen in den vergangenen Wochen bietet sich Münster die Chance, das insgesamt gute Saisonergebnis weiter zu veredeln. Ein Sieg in Sonthofen wäre zudem beste Werbung für das vorletzte Heimspiel gegen Stuttgart. Die Schwaben reisen mit den ehemaligen Münsteranerinnen Tatjana Zautys und Jil Döhnert an.

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