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Rot Weiss Ahlen

Schlimmer geht es nimmer

Franz Prinz

Ahlen - „Das wird eine richtungweisende Partie, in der wir alles geben müssen, um erfolgreich zu sein“, stimmt Petrik Sander, Trainer von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz, seine Mannschaft auf das am kommenden Freitag ab 18 Uhr im heimischen Wersestadion anstehende Spiel gegen Rot-Weiß Ahlen ein. Diese Partie müsse einfach gewonnen werden, „wenn wir überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben wollen“, weiß Sander, dass die Lage für sein Team sehr bedrohlich ist.

„Nachdem die Ahlener uns überholt haben und drei Zähler vor uns liegen, geht es für uns sowieso nur noch um den Relegationsplatz“, schätzt auch Geschäftsführer Wolfgang Loos die Situation für TuS Koblenz pessimistisch ein. Die 0:2-Niederlage in Oberhausen hatte beiden TuS-Verantwortlichen gar nicht geschmeckt, „weil wir uns doch eine Menge ausgerechnet hatten“. Aber auch, „weil es nicht gelungen ist, Rot-Weiß Oberhausen mit in den Abstiegsstrudel zu ziehen, und wir nach fünf sieglosen Spielen in Folge vor einer sehr dramatischen Situation stehen“.

Groß war auch die Enttäuschung bei den Spielern. „Schlimmer geht es jetzt doch gar nicht mehr“, versuchte Edmond Kapllani, der erst im Winter verpflichtete Stürmer, dennoch etwas Optimismus zu verbreiten. Man glaube einfach noch nicht genug an die eigenen Qualitäten, meint Kapplani, die Gründe für die geringe Punkteausbeute ausgemacht zu haben. Und der Angriffsspieler weiß auch, wo seine Kollegen und er im Ahlener Wersestadion ansetzen müssen, um den lebensnotwendigen „Dreier“ zu holen. „Die Ahlener konnten bislang zu Hause nur selten überzeugen. Denn wenn sie das Spiel machen müssen, haben sie ihre Probleme, und genau diese Situation müssen wir ausnutzen.“ Mit einem Sieg wäre Koblenz mit Ahlen wieder punktgleich. „Und dann geht sicherlich wieder mehr, als jetzt noch möglich scheint“, so Kapplani.“

Petrik Sander erwartet von seiner Mannschaft in Ahlen auf jeden Fall eine erhebliche Leistungssteigerung. „Ich glaube, bei uns sind einige mental noch gar nicht richtig im Abstiegskampf angekommen.“ Dort müsse man „kratzen, beißen und spucken“, und dies habe er von seinen Spielern bislang noch nicht gesehen.

Seit dem zehnten Spieltag - damals gab es einen 2:1-Erfolg in Fürth - warten die Koblenzer nunmehr auf einen Sieg auf des Gegners Platz. In Ahlen soll er endlich gelingen. Wichtig wäre das nicht nur für den Club, sondern auch für den neuen Cheftrainer, der vor einigen Wochen Uwe Rapolder ablöste. Im vergangenen Jahr schafften die Koblenzer im Wersestadion nach einem 0:1-Rückstand (Deniz Naki in der 80. Minute) noch ein Remis (Kopfballtor von Matej Mavric in der 85. Minute). Überhaupt sieht die Bilanz gegen RW Ahlen gut aus: Ein Sieg (4:1) und zwei Remis (jeweils 1:1) stehen in der Statistik zu Buche.

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