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BR und NDR

Schneegriesel statt Regionalprogramme

unserem Redaktionsmitglied Petra Noppeney

Münster - Wenn es um Werbung für den Digitalumstieg geht, ist Unitymedia, der Kabelnetz-Betreiber in NRW, stets flott dabei. Nicht so, wenn es um die Ankündigung von Änderungen bei der analogen Kabelbelegung geht.

Wer sein TV-Programm auf diese Art empfängt und nicht zufällig, vor dem Stichtag am 25. Januar, beim Bayerischen oder Norddeutschen Rundfunk den Senderhinweis per Laufband am unteren Bildschirmrand entdeckte, empfängt dieser Tage überraschend Schneegriesel oder Finsternis auf den angestammten Plätzen der beiden regionalen ARD-Programme.

Und nicht wenige Kabelkunden sind ziemlich vergrätzt darüber, nun wieder vor dem Fernseher in die Knie gehen zu müssen, um per Suchlauf beide Sender neu einzuprogrammieren.

Schuld ist laut Unitymedia die von der Bundesregierung erlassene „Sicherheitsfunk-Schutzverordnung“, die Abstände unter den Funkwellen regelt und laut Dr. Peter Widlok, Pressesprecher der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) in Düsseldorf, „ein abendfüllendes Thema für Techniker“ ist.

Der Verordnung folgend, mussten alle Netzbetreiber in Deutschland jetzt die analoge Nutzung der Kabelkanäle S04 und S05 (auf denen in dieser Region bislang NDR und BR zu finden waren) beenden. Sie wird nun auf den Kanälen S21 und K21 fortgesetzt.

Die Änderung der Belegung im Kabel, so Widlok, sei von Unitymedia bei der LfM ordnungsgemäß beantragt worden. Wer sein Kabelprogramm digital empfängt, ist von der Neuerung nicht betroffen. Wer analog guckt, wird vielleicht bemerken, dass auch der französischsprachige Sender TV5 Monde Europe auf einen anderen Kanal (K26) gerutscht ist. Die Auswahl der Sender erfolgte laut Unitymedia in Absprache mit den Programmveranstaltern.

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