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Rot Weiss Ahlen

Schoof schießt sich warm

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Ahlen/Vorhelm. Christian Wück wollte Tore sehen, und er bekam sie zu sehen – vor allem von Sebastian Schoof. Der zuletzt oft kritisierte Stürmer schlug beim 8:2-Testspielsieg am Dienstagabend bei A-Ligist TuS Westfalia Vorhelm gleich dreimal zu und freute sich diebisch: „Auch in Spielen gegen untere Teams schießt man gerne Tore, ist gut für das Selbstvertrauen.“ Das braucht er auch in den nächsten Spielen, denn es steht ja noch sein Versprechen nach dem Spiel in Düsseldorf aus. Dort vergab er bekanntlich kurz vor Schluss eine Riesenchance, will diese aber im nächsten Spiel wieder wettmachen, „dann treffe ich bestimmt“, versprach Ahlens Stürmer. Einlösen kann er sein Versprechen bereits in gut einer Woche (am 26. Oktober ab 19.30 Uhr unter Flutlicht im Wersestadion) gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund. Vorausgesetzt er spielt.

Für seinen Chef derzeit noch kein Thema, er will die nächsten Trainingseineinheiten abwarten, um sich recht kurzfristig (die Spannung muss schließlich hoch gehalten werden) auf die Formation für diese wichtige Heimpartie festzulegen. Gesunden alle seine Akteure weiter so wie derzeit, kann er dann fast schon aus dem Vollen schöpfen. „Es wäre zu schön, um wahr zu sein“, will der Ahlener Trainer hiervon derzeit aber noch nichts wissen.

Fakt indes ist, dass Daniel Thioune wieder voll genesen ist und in Vorhelm erstmals wieder eine Partie über 90 Minuten bestritt. Wie übrigens auch Marco Kaminski. Jede Trainingseinheit bringt beide jetzt weiter.

Für sie und ihre Kollegen war dieses „Spiel auf dem Dorf“ übrigens kein Zuckerschlecken. Nicht nur, weil die Mannschaft von Klaus Kühn herzerfrischend mitspielte und mit den zwei Treffern von Andreas Kuhlmann zum 1:0 in der zwölften Minute und Dennis Rinke zum 2:8 per Foulelfmeter in der 89. Minute auch den Regionalligisten überraschte. Auch, weil Ahlens Trainer sie alle am Morgen noch richtig gefordert hatte. Sie mussten laufen, für die meisten viel zu lange, aber sie trugen es mit Fassung, wussten sie doch, dass es am Abend nicht für jeden einen 90-minütigen Einsatz geben würde.

Wie schon im Testspiel gegen Osnabrück, als Christian Wück ein 4:2:3:1 probierte, war ihm auch gegen die Vorhelmer Westfalia daran gelegen, taktische Varianten zu testen. So gab es vor der Pause das Osnabrücker System zu sehen, wogegen nach dem Seitenwechsel ein klassisches 4:4:2 angesagt war, in dem Lars Toborg und Sebastian Schoof als Spitzen fungierten.

Aber egal, wie die Rot Weißen spielten, gegen den Vorhelmer Defensivblock taten sie sich manchmal etwas schwer, um am Ende dann aber doch noch standesgemäß zu siegen.

Neben Sebastian Schoof traf Youngster Marco Reus zweimal, di Gregorio, Danilo und Großkreutz steuerten die restlichen Treffer zum klaren Erfolg hinzu.

Westfalia Vorhelm: Thomas Brauner (46. Tobias Brauner) – Schwarte (59. Langhorst), Vorholt (46. Piegorsch), Stapel, Richter, Bergedieck, Klein (46. Gerdt), Jäger (46. Minch), Recker, Kuhlmann, Rinke

RW Ahlen vor der Pause: Langerbein – Dotor-Ledo, di Gregorio, Beckmann, Kaminski, Thioune, Glöden, Stahlberg, Reus, Heithölter, Schoof

RW Ahlen nach der Pause: Lenz – Busch, Stutter, Kaminski, Schaffrath, Großkreutz, Bäumer, Thioune, Danilo, Schoof, Toborg

Tore: 1:0 Kuhlmann (12.), 1:1 Reus (19.), 1:2 di Gregorio (24.), 1:3 Schoof (38.), 1:4 Reus (39.), 1:5 Schoof (70.), 1:6 Danilo (77.), 1:7 Großkreutz (83.), 1:8 Schoof (84.), 2:8 Rinke (89./FE)

Schiedsrichter: Wolfgang Tripp (Neubeckum)

Zuschauer: 300

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