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Ausdauersport

Schücker in beachtlicher Form

Alexander Heflik

Münster - Linda Schücker hat den zweiten Saisonsieg in der Tasche. Nach dem Erfolg in Steinfurt kam dabei erste Rang beim Indeland-Triathlon über die Mitteldistanz etwas überraschend. „Ich hatte mich erst kurzfristig für einen Start entschieden, weil ich erst zu Wochenbeginn von einer Tagung aus den USA zurückgekehrt war“, blickte die 28-Jährige zurück. Aber nach 1,9 km Schwimmen, 80 km auf dem Rad und 20 km Laufen hatte die Athletin von TriFinish Münster in 4:22,16 Stunden die Konkurrenz bei den Frauen deutlich distanziert. Zehn Minuten später erreichte Carla von Rooijen (4:32,28 std.) das Ziel. Bei den Herren hätte Schücker mit dieser Zeit Rang 14 belegt.

„Für mich war das ein wichtiger Formtest vor der Challenge Aarhus. Jetzt weiß ich, wo ich stehe“, meinte Schücker nach dem Rennen. Im dänischen Aarhus wird sie ebenfalls eine sogenannte Mitteldistanz bestreiten, ehe am 14. August die Challenge Kopenhagen über die Ironman-Distanz als großer Saisonhöhepunkt auf dem Programm steht.

Als dritte nach dem Schwimmen stieg Schücker aus dem Wasser, überholte ihre Konkurrentinnen aber bereits in der Wechselzone. 32:40 Minuten benötigte sie für die 1900 Meter im Wasser. In ihrer Paradedisziplin legte die 28-Jährige dann den Grundstein zum Sieg. „Da hat mich keiner überholt, auch kein Mann“, überzeugte die Münsteranerin bei schwierigen Windverhältnissen. Für die 80 km benötigte sie 2:15 Stunden.

Die abschließende Laufstrecke über 20 km konnte die TriFinish-Aktive kon­stant absolvieren und lief nach weiteren 1:28 Stunden durch Ziel. Schücker: „Ich hatte ein gutes Gefühlt beim Laufen. Außerdem motiviert es, wenn man von einem Führungsfahrrad begleitet wird, das einen als Spitzenreiter hervorstellt.“

Sascha Hoffmann, Schückers Freund, hatte zur Feier des Tages dann sogar Erdbeerkuchen gebacken, nach dem souveränen Sieg war das eine angenehme Randerscheinung. Der Sieg im Indeland-Triathlon, der zwischen Köln und Aachen ausgetragen wurde, gab Linda Schücker weiteres Selbstvertrauen für die schweren Herausforderungen bei den Challenge-Rennen in Aarhus und Kopenhagen. Dann wird sie sich mit Weltklasseathletinnen messen müssen. Im vergangenen Jahr erreichte sie in der zweiten Jahreshälfte am Walchsee (Mitteldi­stanz) und auf der Langstrecke in Barcelona zwei Top-Ten-Resultate. Die gute Frühform in dieser Saison lässt mindestens auf vergleichbare Resultate in Dänemark hoffen.

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