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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Schulen knacken magische 30

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Hopsten. Es scheinen magische Zahlen zu sein, die Dreißiger. Zumindest für die St.-Georg-Hauptschule in Hopsten. Mit 39 Anmeldungen bleibt die Schule aller Voraussicht nach im kommenden Schuljahr zweizügig. „Damit haben wir zwei kleine Klassen, sind aber zufrieden“, sagt Schulleiter Wolfgang Schmidt-Hoffmeier. Mit maximal 20 Kindern in einer Klasse schaffe die Schule ein Lernumfeld, das sich andere vielleicht wünschten.

Vielleicht erhöhe sich die Zahl der Anmeldungen noch nach dem Probeunterricht, der im April in Steinfurt sein wird. Daran nehmen alle Schüler teil, die trotz einer anders lautenden Empfehlung der Grundschule an einer Realschule oder einem Gymnasium angemeldet wurden. „Wir rechnen also mit 39 plus x“, so Schmidt-Hoffmeier.

Im Gegensatz zur benachbarten Hüberts‘schen Schule und der Ketteler-Realschule genießt die Hauptschule einen speziellen Bestandsschutz. Sollten die stetig rückläufigen Schülerzahlen in Zukunft den Bestand der zwei genannten Schulen gefährden, ist die Hauptschule als Einzige vor einer Schließung sicher. „Natürlich hoffen wir nicht, dass es eines Tages so weit kommt.“ Dennoch machen sich nach Aussage von Schmidt-Hoffmeier alle drei Schulen bereits jetzt Gedanken darüber, wie die Kooperation untereinander weiter ausgebaut und intensiviert werden könne. „Uns bleibt letztlich nichts anderes, als die Situation im Blick zu behalten und abzuwarten“, so der Hauptschulleiter. Derzeit besuchen 263 Schüler die Hauptschule, im neuen Schuljahr werden es rund zehn weniger sein.

Zuwachs hingegen gibt es bei den Nachbarn der Hüberts‘schen Schule. 170 Anmeldungen liegen Schulleiter Alfons Alhers für den gymnasialen Zweig vor, 85 junge Menschen wollen ihre Bildungslaufbahn bei der Handelsschule vertiefen. „Wir sind eine der wenigen Schulen, die sich über steigende Schülerzahlen freuen darf“, sagt Ahlers. Waren es im vergangenen Jahr für den Weg zum Abitur „nur“ 125 Anmeldungen. Sogar 80 Absagen hat die Hüberts‘sche Schule Interessenten erteilen müssen. Bereits von 2006 auf 2007 war die Zahl der fleißigen Pennäler von 542 auf 577 gestiegen.

Hubertus Drude, Schulleiter der Ketteler-Realschule, beschäftigt sich, ähnlich wie sein Kollege Schmidt-Hoffmeier, mit der magischen 30. Bei aktuell 63 Anmeldungen werden zwei neue Eingangsklassen gebildet. „Leider reicht es nicht ganz für eine Dreizügigkeit“, sagte Drude auf Anfrage. Wenn sich jedoch nur noch zwei junge Menschen für eine Realschulkarriere entschieden, werde es ab August drei neue fünfte Klassen geben.

Der eigentliche Anmeldeschluss war am 19. Februar. Doch wie die Hauptschule auch, erwartet die Realschule, dass einige Schüler den Probeunterricht für das Gymnasium nicht erfolgreich absolvieren und sich verspätet an der Realschule anmelden.

Mit 63 Anmeldungen sei das Vorjahresniveau von 58 Anmeldungen gehalten worden. „Das stimmt froh und zuversichtlich für die Zukunft“, sagt Drude. Sicherten die gleichbleibenden Anmeldezahlen die Schule doch nach unten hin ab. Insgesamt besuchen derzeit 326 junge Menschen die Ketteler-Realschule, 23 weniger als 2006.

Dafür reicht das Einzugsgebiet aller drei weiterführenden Schulen weit über die Grenzen der Gemeinde Hopsten hinaus. Auch Kinder aus Hörstel, Spelle, Schapen, Recke und Rheine haben sich für einen Schulbesuch im Töddendorf entschieden.

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