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Schüler des Ibbenbürener Johannes-Kepler-Gymnasiums gewinnen Klimaschutzpreis

Ibbenbüren. Umweltschutz ist wichtig, sollen doch die künftigen Generationen noch die Schönheit unseres Planeten genießen können. Auch die Stadt Ibbenbüren möchte das Engagement für den Erhalt der Umwelt unterstützen und belohnen, und so wurden am Sonntag in einer Feierstunde im Ratssaal zum einen zwei langjährige Landschaftswächter aus ihrem ehrenamtlichen Dienst verabschiedet...

Claudia Ludewig

Ibbenbüren. Umweltschutz ist wichtig, sollen doch die künftigen Generationen noch die Schönheit unseres Planeten genießen können. Auch die Stadt Ibbenbüren möchte das Engagement für den Erhalt der Umwelt unterstützen und belohnen, und so wurden am Sonntag in einer Feierstunde im Ratssaal zum einen zwei langjährige Landschaftswächter aus ihrem ehrenamtlichen Dienst verabschiedet und zum Anderen die Träger des Klimaschutzpreises 2009 ausgezeichnet.

„Wir müssen aufpassen, dass wir unsere Landschaft nicht vermüllen lassen“, betonte Bürgermeister Heinz Steingröver im Hinblick auf die beiden zu verabschiedenden Landschaftswächter Dieter Hagedorn (Dörenthe) und Otto Kimmel (Laggenbeck), die – wie ihre noch weiter amtierenden vier Kollegen – „eine Art ehrenamtliches Bindeglied zwischen Behörde und Landschaft“ gewesen seien. 15 Jahre lang achteten die beiden Landschaftswächter auf unliebsame Veränderungen in den ihnen anvertrauten Naturbereichen, nahmen Anregungen von Bürgern auf und gaben diese an die zuständigen Behörden weiter. Die Nachfolger der beiden Landschaftswächter werden in nächster Zeit gewählt; ihre Amtszeit ist auf fünf Jahre begrenzt.

Um einen besonders kreativen oder nachhaltigen Einsatz für die Umwelt geht es beim Klimaschutzpreis, der von der Stadt Ibbenbüren und der RWE Rheinland Westfalen Netz vergeben wird. „Das Ziel ist es, vorbildliche Projekte oder Verhaltensweisen mit einem Preis zu versehen“ beschreibt Heinz Steingröver die Kriterien für eine Bewerbung. Zehn Wettbewerbsbeiträge wurden in diesem Jahr eingereicht, sechs Preise waren zu vergeben. Wer letztlich auf welchem Platz landete, erfuhren die sechs Endrundenteilnehmer erst am Sonntag während der Preisverleihung: Den fünften Platz, dotiert mit jeweils 300 Euro, teilen sich die Familien Nienaber-Prior und Rothkegel für den Bau von Niedrigenergiehäusern mit Wärmepumpe und Fotovoltaikanlage. Auf dem vierten Platz landete das Passivhaus der Familie Schauerte, ebenfalls mit einer Wärmepumpe ausgestattet und belohnt mit einem Preis von 600 Euro.

Einen dritten Preis gab es diesmal nicht, dafür jedoch zwei zweite Plätze, die mit jeweils 1000 Euro dotiert waren: Dem Einsatz des Fördervereins Radwegebau Bockraden ist es zu verdanken, dass – nach 30 Jahren Vorgesprächen und 12 Toten auf der zur Diskussion stehenden Strecke – dank der Fertigstellung zweier Bauabschnitte die Kinder nun wieder gefahrlos nach Oberbockraden zur Schule gehen können. „Ich denke, der Bürgerradwegebau ist ein Erfolgsmodell“ machte der Bürgermeister Mut zur Nachahmung.

Zweiter Preisträger ist die Janusz-Korczak-Schule in Uffeln. Schüler und Schulleitung setzten sich gemeinsam für den Erhalt von 16 Eichen im Alter von 150 Jahren ein, die entlang der angrenzenden landwirtschaftlichen Fläche standen und gefällt werden sollten, weil dem Eigentümer das notwendige regelmäßige Beschneiden der Bäume zu teuer wurde.

Die Schüler mahnten einerseits die Bedeutung der Bäume für den Naturschutz an, außerdem sorgen genau diese Bäume für die sommerliche und notwendige Beschattung des Schulgebäudes. Stadt (hier insbesondere Werner Dirkes vom Bauhof Ibbenbüren), Schule und der Eigentümer der Bäume zogen an einem Strang und fanden eine Lösung zum Erhalt der Eichen. „Eine Gruppe ist im Suchen und Finden von Lösungen immer besser als der Einzelne“, lobte Heinz Steingröver die vorbildliche Zusammenarbeit.

Auf dem ersten Platz landete ein Projekt, das von Schülern des heutigen elften Jahrgangs des Johannes-Kepler-Gymnasiums durchgeführt wurde. Die Schüler hatten die Verschlammung und den Geruch des Aasees als Problem erkannt und sich zu einer chemischen bzw. biologischen Analyse von Tiefenwasser- und Bodenproben entschlossen. Nach der Auswertung sollen nun die nachfolgenden zehnten Jahrgänge entsprechende Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert und wurde wie auch die übrigen Preise von Bürgermeister Heinz Steingröver und Thomas Jablonski, dem Kommunalbetreuer der RWE Rheinland Westfalen Netz, übergeben.

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