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Schützenfeste im Kreis Warendorf

Schützen sind eine große Familie

Laura Wewers

Warendorf - 184 Schützen lieferten sich am Sonntag bei traumhaftem Wetter einen heißen Kampf um die Regentschaft. Doch nur einer konnte neuer Schützenkönig der Warendorfer Eintrachtschützen werden.

Bis 16.33 Uhr dauerte es, dann war die Kaiserzeit von Heiko Schildmacher beendet und es war ein würdiger Nachfolger gefunden. Mit dem 573. Schuss holte Hans Joachim Gertzen den Vogel von der Stange und bestieg den Thron der Eintrachtschützen. Zur Königin ernannte er seine Ehefrau Elisabeth.

Gemeinsam mit dem Regentenpaar bilden Peter und Marlies Brüning, Dieter und Karin Nitsche, Sven Nitsche und Olivia Eckel und Marian Eckel mit Melanie Blume die Throngesellschaft.

Im Vorfeld hatten sich bereits Marian Eckel (Apfel), Bernhard Jürgens (Zepter) und Olivia Eckel (Krone) die Insignien „unter den Nagel gerissen“.

Um Punkt 12 Uhr begann die traditionelle Parade auf dem Marktplatz, zu der sich viele Schaulustige versammelt hatten. Hier begeisterten die Fahnenschläger aus Everswinkel mit einer abwechslungsreichen Chorographie.

Nach Ansprachen von Bürgermeister Jochen Walter und Eintracht-Präsident Burkhard Middendorf ging es von da aus zum „Oberen Lohwall“, wo der Höhepunkt, das Königsschießen, der Schützentage seinen spannenden Lauf nehmen konnte.

Ein Teil der Bevölkerung, oft mit Vorurteilen bestückt, fragt sich, welchen Sinn und Zweck eigentlich das Schützenfest erfüllt. Bei dieser Antwort sind sich die aktuell 220 Mitglieder einig: „Der Schützenverein ist wie eine große Familie die immer zusammenhält und man kann damit ein Stück Heimatverbundenheit ausdrücken. Es ist ein einzigartiges Gefühl, wenn man dazu gehört“, unterstrichen einige Mitglieder der Gesellschaft.

Bereits im 161. Jahr feierte der traditionsbewusste Verein sein Schützenfest, dass vom GebraSa Blasorchester Sassenberg mit einem Platzkonzert musikalisch untermalt wurde.

Auch die kleinen Gästen kamen nicht zu Kurz, ihnen wurden diverse Attraktionen zur Belustigung geboten. Neben einem Kinderkarussell, Glücksrad und Kinderschminken, zog besonders die Schaumkuss-Wurfmaschine die Aufmerksamkeit der Jungen und Mädchen auf sich.

20 Jahre musste Frank Hoer auf diesen Augenblick warten, nun war es endlich vollbracht. Mit dem 309. Schuss gelang es Hoer beim Hampelmannschießen der Ehrengarde den Kasper von der Stange zu holen.

Nach Krönung der Majestäten auf der Naturwaldbühne am „Unteren Lohwall“ folgte der Königsball. Bis spät in die Nacht heizte die Tanzband „Voice & Voice“ die Schützen so richtig ein. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Festzelt und der Krönung des Kinderkönigs endete das Schützenfest am späten Montagnachmittag.

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