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Schützenfeste im Kreis Coesfeld

Schützenbruderschaft Mitwick-Weddern: Oberst übt mit Traktoren 

wn

Dülmen. Nach dem Jubiläumsfest zum 275-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft Mitwick-Weddern, das vor zwölf Monaten sowohl an der Vogelstange als auch im Festzelt bei Zatink für großen Zuspruch sorgte und nicht zuletzt aufgrund des Mitmachens nahezu aller Dülmener Schützenvereine zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde, geht es in diesem Jahr beim Kampf um die St.-Jakobus-Königskette wieder etwas beschaulicher zu. Was allerdings nicht heißen soll, dass die Stimmung vom ersten Antreten am kommenden Samstag bis zum abschließenden Frühschoppen am Montag einen Deut schlechter sein wird als beim Jubiläum. Schließlich sind die Grünröcke der beiden Dülmener Bauerschaften Mitwick und Weddern seit jeher für ihre ansteckende Feierlaune bekannt.

Theo Lechler, der nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden Bernhard Steinberg auf der Generalversammlung im Januar einstimmig zu dessen Nachfolger gewählt wurde, geht das erste Schützenfest unter seiner Regie zusammen mit seinem Stellvertreter Josef Kuhlmann daher auch sehr locker an: „In 16 Jahren als zweiter Vorsitzender konnte ich an der Seite von Bernhard Steinberg vieles lernen. Unser Festprogramm steht, flotte Musik an allen Tagen ist garantiert, und unsere ganz besonders agilen Weißen mit mehr als 80 Mitgliedern stehen in den Startlöchern.“

Sein erstes Schützenfest als Oberst erlebt Josef Beerhorst, nachdem Werner Kleine Hohmann aus Altersgründen aus dem Offizierskorps ausgeschieden ist. Mit dieser neuen Aufgabe wird der Sohn von Heinrich Beerhorst, der vor exakt 50 Jahren die Königswürde errang, nach 40-jähriger Mitgliedschaft im Schützenverein Mitwick-Weddern überhaupt keine Probleme haben und die Kompanien vorschriftsmäßig „stillstehen“ lassen. „Seit 1990 gehöre ich dem Offizierskorps an, seit 1997 als Major“, erläutert der Oberbefehlshaber und fügt hinzu: „An Erfahrung mangelt es mir also nicht, zumal ich 1996 auch schon einmal König war.“

Geübt hat der neue Oberst seine neue Rolle zu Beginn der Woche dennoch ein klein wenig: Beim Herrichten des Geländes an der Vogelstange „kommandierte“ Josef Beerhorst eine von sechs Frauen aus den Nachbarschaften gesteuerte Rasentraktor-Armada.

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