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Ahlener SG

Schwache Quote reicht aus

Cedric Gebhardt

Ahlen - Das Gemurmel im Hintergrund verrät eifriges Grübeln. Auch die Birne von Jens Pfänder raucht, als er darüber nachdenkt, wer denn wohl am Vortag die Torschützen seiner ASG beim 35:30-Sieg über KPR Reflex Miedz Legnica gewesen sein könnten. Schließlich resigniert Pfänder. „Stefan Pries sagt, er habe zwölf Tore erzielt. Aber solange war er gar nicht auf dem Feld“, verkündet der ASG-Trainer durch die Muschel.

Über Telefon berichtet er vom ersten Testspiel, das seine Jungs im Rahmen des Trainingslagers in Dzierzoniow gegen den polnischen Erstligisten ausgetragen haben. Schon im Januar hatte es gegen Miedz Legnica einen klaren 34:25-Erfolg gegeben. Jetzt legten die Rot-Weißen nach und führten bereits zur Pause mit 21:14. Da man zwei Tage zuvor das Augenmerk aber vornehmlich auf Kraft und Laufeinheiten gelegt hatte, war der ASG die handballfreie Zeit anzumerken. Zwar dominierten die Ahlener ihren Kontrahenten, doch in Überzahlsituationen offenbarten sie eine schwache Abschluss-Quote. „Daran haben wir dann heute Morgen direkt gearbeitet“, wusste Jens Pfänder am Mittwoch, wo der Hebel anzusetzen war. Auch in puncto Schnelligkeit erwartet der Handball-Lehrer noch eine deutliche Steigerung, was er im Übungsbetrieb ebenfalls umgehend „in Angriff genommen“ habe. Nach der Vormittagseinheit stand am Mittwoch ein Ausflug auf dem Programm. Gemeinsam ging es auf einen Stadtbummel nach Breslau, außerdem ins Schwimmbad. Ein klein wenig Erholung nach den Strapazen der vergangenen Tage.

Am Donnerstag geht es anstrengend weiter. Beim Jerzy-Klempel-Gedächtnisturnier warten hochkarätige Gegner. Um 17 Uhr trifft die ASG auf den siebenfachen polnischen Meister Slask Wroclaw. Freitag geht es gegen Mieshkov Brest und Zaglebie Lubin. „Es ist wichtig, dass wir die Herausforderung suchen, bei dem, was demnächst in der Meisterschaft auf uns wartet“, betont Jens Pfänder. Vielleicht weiß er beim nächsten Mal dann ja sogar die Torschützen seiner Mannschaft.

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