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Area4-Festival

Schweiß im Zelt und harte Tunes am zweiten Tag

wn

Lüdinghausen - Es war ein heißer zweiter Tag beim Area 4 in Lüdignhausen. Der Schweiß lief der tanzenden Menge in Strömen von den Körpern. Ins besondere vor der Bühne im Zelt war die Luft kaum auszuhalten. Erst am Abend fiel die Kälte auf die Partymeute herab, der Stimmung tat das keinen Abbruch. The Bronx, Kakkmaddafakka, Friska Viljor, Thees Uhlmann und Band, NOFX und die Dropkick Murphys gaben sich unter anderem die Klinke in die Hand. Kakkmaddafakka - was für ein Name, was für eine Band. Wenn sich die Autorin dieser Zeilen eine Band für ihre nächste Geburtstagsparty wünschen dürfte, dann wären es die Jungs aus Bergen. Die jungen Norweger waren mit ihrer witzigen Performance ein echtes Festival-Highlight. Stimmung und Musik machen, das können sie. Mit gigantisch großer Flagge, zwei Backgroundsängern in knappen Shorts und jeder Menge Energie eroberten Kakkmaddafakka ihr Publikum im Sturm. "Can you say Kakkmaddafakka?", fragt Frontmann Axel Vindenes. Die Antwort war ohrenbetäubend. Im Chor grölten hunderte Besucher den Namen der Band. Alleine für diesen Moment lohnte sich der Konzertbesuch. Eine dreiviertel Stunde rockten und jammten die Norweger, gaben alles - wie ihr Publikum. So sollte der Tag weitergehen. Auf der großen Bühne ließen die Mexikaner von Panteon Rococo die Massen tanzen. Die Ska- und Punk-Band ist ein alter Hase im Geschäft - das Spiel mit den Fans kennen sie gut. Ihre Show war alles andere als Frontalunterricht. Hier wurde gemeinsam gesungen, getanzt, gehüpft und geklatscht. Punkigrockig kamen auch Zebrahead, NOFX und die Deftones daher. Es wurden an diesem Samstag definitiv harte Töne angeschlagen. Ein Umstand, der die Jungs von Friska Viljor ein wenig irritierte. Die schwedische Indie- und Pop-Band war zum ersten Mal in Lüdinghausen dabei und hatte direkt mit heftigen Soundproblemen zu kämpfen. There are some heavy Tunes here today "There are some heavy Tunes here today", versuchte Joakim Sveningsson die langen erneuten Soundcheck-Pausen zu überbrücken. "Is this a Metal-Festival. or what", fragte er. Insgesamt überzeugten die Schweden aber mit einer soliden Show. Und ihre hartgesottenen Fans machten ihnen den Auftritt trotz der Probleme leicht. Am Abend überzeugten vor allem die Briten von Blood Red Shoes mit ihrer gewohnt ruhigen aber starken Inszenierung. Den Abschluss eines wirklich gelungenen Tages gaben die Dropkick Murphys. Ihr Folk-Punk dröhnte und tausende Festival-Besucher tanzten als hätten sie nicht schon zwei volle Party-Tage hinter sich.

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